Künstler entert mit Laster das Parlament und hisst Flagge der Würde

Emmerich Weissenberger stellte sechs Tonnen schweren Cube der Würde vor das Hohe Haus und ermahnte mit Megafon die Politik: "Was Ihr Memmen tut ist eine Schande!"

Wien (OTS) - Als er sich am Karfreitag in 20 Metern Höhe
symbolisch mit Stacheldrahtkrone und Lendenschurz kreuzigte, berichtete die Weltpresse über seinen Protest gegen den Missbrauch in der Kirche. Heute Vormittag hat der Wiener Künstler Emmerich Weissenberger in einer spektakulären Aktion das Parlament in Wien besetzt.

Mit einem schwarzen Truck, der einen sechs Tonnen schweren "Cube der Würde" aus massiven Holz geladen hatte, fuhr er mitten auf die Rampe des Parlaments. Weissenberger, ganz in Weiß gewandet, kletterte aus dem Inneren des 3,3 Meter hohen Kubus auf das Dach uns hisste die Flagge der Würde, die aus zwei Totentüchern seiner Serie "Anna.Ikona", den Abdrücken zweier Leichname aus dem Anatomischen Institut der Universität Wien, gemacht wurde. Schließlich verlas mit einem Megafon vor dem Zentrum der heimischen Politik die Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen.

Die Aktion vor dem Hohen Haus soll ein Protest gegen die Würdelosigkeit in der österreichischen Politik sein und ein "Zeichen gegen die Unmenschlichkeit wie die Abschiebung unschuldiger Kinder mit Polizeigewalt, geboren aus der Gier nach Stimmen, um die eigene Macht zu sichern", sagt der dreifache Vater Weissenberger über seine Mission: "Meine Aktion richtet sich nicht gegen die Politik selbst, denn es gibt viele integere Politiker in unserem Land, sondern gegen die Extremisten, die Menschen manipulieren, Hass und Missgunst schüren. Sie nennen sich Politiker, doch was diese Heuchler, diese Memmen tun ist eine Schande. Kein seriöser Künstler kann so etwas akzeptieren. Wir müssen wieder Mut zeigen, jeder von uns, und dürfen nicht aus taktischen oder opportunistischen Gründen schweigen. Deswegen melde ich mich mit dieser Aktion zu Wort. Die Politiker müssen wissen: wir nehmen diese Würdelosigkeit nicht mehr einfach hin. Was solchen Kindern, die einfach abgeschoben werden, angetan wird ist ein Verbrechen der Politik an der Würde des Menschen. Es muss wieder Würde in unsere Politik einkehren - das ist meine Botschaft." Und Emmerich Weissenberger nimmt sich kein Blatt vor den Mund: "Es darf nicht sein, dass unser Land wieder mit brauner Jauche übergossen wird."

Die Form des Kubus wählte der Künstler, weil er "ein heiliger Kunstraum, eine moderne Ikone ist, die den Menschen als Raum der Begegnung miteinander und mit sich selbst dienen soll." Der Kubus (Maße: 6 x 2,55 x 3,3 Meter) wurde nach seinen Entwürfen von Erwin Thoma, einem Pionier der Holzbauweise, aus THOMA Holz 100 gebaut. Dieses revolutionäre Holzsystem ermöglicht es, aus nachhaltigem Holz ohne einen einzigen Nagel, Leim oder Chemie, nur durch mechanische Holzverbindungen, mehrstöckige Häuser, Hotels, Kirchen oder eben Kuben zu bauen.

+ WEISSENBERGERS WERK IN 2 AUSSTELLUNGEN: "DER CUBE DER WÜRDE" VOM 18.-20. OKTOBER IN GRAZ

Unmittelbar nach der Aktion in Wien fährt der Truck mit dem "Cube der Würde" nach Graz, wo dieser noch am selben Tag in Kooperation mit der Galerie Eugen Lendl (Palais Lengheimb, Bürgergasse 4, 8010 Graz, Tel. 0316 825-514) aufgestellt und bis zum 20. Oktober von Emmerich Weissenberger und sechs weiteren KünstlerInnen (Mara Mattuschka, Nora Ruzsics, Ursula Röck, Donat Grzechowiak, Skip Grabner, Christian Kemp) bespielt wird.

+ "DER CUBE DER WÜRDE UND DIE KREUZIGUNG AM KARFREITAG" VOM 21.10. BIS 20.11. IN DER GALERIE PEITHNER-LICHTENFELS IN WIEN

Am 21. Oktober (19 Uhr) wird die Ausstellung "Der Cube der Würde und die Kreuzigung am Karfreitag" in der Galerie Georg Peithner-Lichtenfels in Wien (Sonnenfelsgasse 6, 1010 Wien, Tel. 0699 135 737 30) eröffnet, wo bereits erste Bilder der Aktion vor dem Wiener Parlament ausgestellt sowie die Serie der Totentücher "Anna.Ikona" und Bilder der Kreuzigung des Künstlers am Karfreitag auf dem Wiener Stephansdom gezeigt werden. Die Ausstellung wird bis zum 20. November 2010 zu sehen sein.

Emmerich Weissenberger besuchte die Akademie der Bildenden Künste in Wien (Prof. Damisch, Prof. Graf) und die Meisterklasse für Bildhauerei in Graz. Seine Bilder wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, vom Europa Museum in Luxemburg über das Museum Moderner Kunst in Merida bis zu Sothebys Wien, gezeigt.

Weitere Information zu seinem Werk finden Interessierte unter www.emmerichweissenberger.com.

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