Sozialpartner-Dialog: Wissensgesellschaft braucht mehr Bildung

Lebenslanges Lernen und mehr Engagement in Forschung und Entwicklung

Bad Ischl (OTS) - (ÖGB/LWK/AK/WKÖ) Die Qualität der Aus- und Weiterbildung und eine gut ausgebildete Bevölkerung sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Bildung wird immer wichtiger für die wirtschaftliche Entwicklung, für die Teilhabe am Arbeitsmarkt und für die Armutsbekämpfung. Das gilt umso mehr, als ein Strukturwandel hin zu ausbildungsintensiveren Branchen erfolgen wird.++++

HANDLUNGSFELD 2: Wissensgesellschaft - die gesellschaftliche Basis für mehr Beschäftigung

o Mehr Menschen mit tertiärer Ausbildung vor allem im naturwissenschaftlich technischen Bereich.

o Bildungsertrag des relativ teuren Bildungssystems deutlich steigern. Dazu gehören eine Reform des Schulwesens, die Schaffung verbindlicher Bildungsziele, die Beseitigung geschlechtsspezifischer Defizite, das Heben des Bildungsniveaus von SchülerInnen mit Migrationshintergrund, funktionierende Instrumente der Berufswahl-und Bildungsberatung.

o Bildungswege, Qualifikationen und Kompetenzen vergleichbar machen, um Mobilität der Beschäftigten innerhalb Österreichs und Europas zu stärken und die damit verbundenen Chancen zu erhöhen.

o Soft skills wie Kommunikationsfähigkeit, Verkaufstalent, Fremdsprachenkompetenz, Reisebereitschaft, interkulturelle Kompetenz bereits durch das primäre Bildungssystem fördern. Innerbetriebliches und überbetriebliches Lernen deutlich stärker auf die Förderung breiter Kompetenzbündel ausrichten.

o Auch die Unternehmen haben eine wichtige Aufgabe, beispielsweise durch Lehrlingsausbildung Facharbeiter heranzubilden.

o Weichenstellungen in Bildungskarrieren dürfen nicht unumstößlich sein. Modulhafte Ausbildungen. Partielle Qualifikationsanerkennungen macht das Bildungssystem flexibler und durchlässiger. Lebensbegleitendes Lernen ist unerlässlich, um Chancen auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig wahrnehmen zu können.

o Mehr Unternehmen als bisher sollen sich in Forschung und Entwicklung engagieren. Öffentliche Forschungsausgaben verstärkt auf gesellschaftlich relevante Probleme konzentrieren. Qualität und Anwendungsorientierung der universitären Forschung steigern.

o Österreich muss zu einem Innovations-Leader werden. Dazu gehört neben der klassischen Hochschulausbildung insbesondere auch die anwendungsnahe Fachhochschulausbildung.

o Netzwerke: Für bestimmte Produkte und Dienstleistungen ist es von Vorteil, wenn es räumliche Agglomerationen gibt. Komparative Vorteile können auch durch die räumliche Konzentration von Wissens-Hotspots und Clustern geschaffen und weiterentwickelt werden.(Forts.)

Rückfragen & Kontakt:

Nani Kauer, MA
ÖGB Referat für Öffentlichkeitsarbeit
0664 6145 915

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002