"profil": Hypo Alpe-Adria zahlte deutschem PR-Berater 800.000 Euro

Tilo Berlins Konsulent Norbert Essing war vier Jahre unter Vertrag - Leistungen unklar

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, kassierte der deutsche PR-Berater Norbert Essing von der Hypo Alpe-Adria über vier Jahre insgesamt rund 800.000 Euro. Welche Leistungen er erbrachte, ist unklar. Essing wollte sich dazu gegenüber "profil" mit Hinweis auf "Vertraulichkeit" nicht äußern: "Ich habe gearbeitet."

Essing hatte auf Drängen von Tilo Berlin im Dezember 2006, also noch vor dem Einstieg von dessen Investorengruppe, einen Hypo-Beratervertrag erhalten. Nach "profil"-Recherchen wurde ihm ein Jahreshonorar von 200.000 Euro zugestanden. Berlin übernahm mit 1. Juni 2007 den Hypo-Vorstandsvorsitz, den er zum 30. April 2009 wieder abgegeben musste. Essing blieb jedoch auch unter Nachfolger Franz Pinkl auf der Payroll der Bank. Erst der im Zuge der Notverstaatlichung angetretene Gottwald Kranebitter löste das Arrangement im Juli dieses Jahres mangels erkennbarer Gegenleistungen auf. Da Essing aber vier Monate Kündigungsfrist zugestanden worden waren, läuft das Vertragsverhältnis erst im November aus.

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