"KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter: "Bildung braucht keiner"

Die Regierung kümmert sich um vieles nicht, die Bildung ist extra wurscht.

Wien (OTS) - Mitten im Sommer, am 12. August, hat Landeshauptmann Erwin Pröll die Bundesregierung kalt erwischt. Auch die Bundeslehrer müssten in die Kompetenz der Länder übersiedeln, forderte er. Kanzler und Vizekanzler, die gerade damit beschäftigt waren, kein Budget zu erstellen, murmelten etwas von Gesprächen ohne Einigung, die Bildungsministerin wusste nicht, wie ihr geschah, und der Kärntner Landeshauptmann formulierte, dass er schon immer die "Verländerung der Schulkompetenzen gefordert" habe.
Zwei Monate später gehen unsere Kinder in dieselben Schulen mit den bekannten Problemen- und die politische Diskussion dreht sich nach wie vor im Kreis. Wahrscheinlich war die Diskussion sogar völlig sinnlos, weil Schulfragen wie diese noch immer eine Zweidrittelmehrheit im Nationalrat brauchen. Was will LH Dörfler jetzt?
An die Eltern und Schüler denkt noch immer keiner.
Dafür lässt der Herr Bundeskanzler den Rektoren der Universitäten ausrichten, dass er leider, leider keine Zeit für sie habe. Wer braucht schon Unis? Im Sommer hat Werner Faymann für September einen Bildungsgipfel versprochen, aber jetzt ist keine Zeit. Das Budget muss gemacht werden, ohne die Betroffenen.

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