Küberl zur Pflege: "Herumschrauben an einigen Rädchen ist nicht genug"

Caritas-Präsident plädiert für umfassendes Gesamtkonzept und Einführung einer "Pflegestufe light"

Wien (OTS) - "Die effizienteste Maßnahme um menschliches Leid
zu verringern und die Betreuung und Pflege auf vernünftige Beine zu stellen, ist eine rechtzeitige Anbindung der betroffenen Menschen an das Pflegesystem. Für Personen, bei denen sich eine Pflegebedürftigkeit abzeichnet, soll deshalb ein Angebotsmix aus Vorsorgemaßnahmen von Gedächtnistraining bis zu Sturzprävention geschaffen werden", plädiert Caritas-Präsident Franz Küberl für die Einführung einer "Pflegestufe light".

Insgesamt brauche es zur Sicherung einer menschenwürdigen Betreuung und Pflege für alle eine umfassende Gesamtreform: "Hier an einem Schräubchen und da an einem Schräubchen zu drehen bringt niemandem etwas. Das derzeit im Raum stehende Pflegeföndchen wird nicht reichen, um das österreichische Pflegesystem zukunftsfest zu machen", so Küberl weiter.

"Ein Pflegefonds, der diesen Namen auch verdient, muss auf vier Säulen stehen, nämlich einer solidarischer Finanzierung, einem Rechtsanspruch auf Sachleistungen (Stichwort: e-card für Betreuung und Pflege, Anm.), österreichweit einheitlichen Regeln und einer praxisgerechten Pflegebedarfseinstufung für Geld- und Sachleistungen", ist der Caritas-Präsident überzeugt. In diesem Zusammenhang verweist Küberl auf den am Tisch liegenden Vorschlag der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsträger (BAG).

Rückfragen & Kontakt:

Caritas Österreich
Mag. Silke Ruprechtsberger
Tel.: 01/488 31/417 oder: 0664/82 66 909

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCZ0001