Leitl: "Ende des Wanderzirkuses des EU-Parlament bringt 200 Mio. Euro für Forschung & Innovation"

Beim Europäischen Parlament der Unternehmen in Brüssel nahmen über 700 Unternehmerinnen und Unternehmer aus ganz Europa einen Nachmittag lang die Plätze der EU-Abgeordneten ein.

Brüssel (OTS/PWK782 ) - "Wenn die EU den Wanderzirkus des EU-Parlaments zwischen Brüssel und Straßburg beseitigen würde, hätte sie jährlich 200 Millionen Euro mehr für Forschung und Innovation zur Verfügung. Mit diesem Geld könnte man ein Institut für europäische Spitzenforschung in Straßburg aufbauen", erklärte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, bei seiner Rede vor dem Europäischen Parlament der Unternehmen in Brüssel. Mehr als 750 Unternehmerinnen und Unternehmer aus ganz Europa - auch aus Österreich - nahmen am 14. Oktober 2010 einen Nachmittag lang die Plätze der EU-Abgeordneten im Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Brüssel ein. Sie diskutierten aktuelle wirtschaftsrelevante Themen und stimmten über Resolutionen ab. Nähere Informationen zu den Ergebnissen finden Sie online:
http://www.parliament-of-enterprises.eu/

WKÖ-Präsident Leitl stellte folgende fünf Forderungen für ein besseres Unternehmensumfeld:

1. Wir brauchen stabile Finanzmärkte: Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer und die Schaffung einer Europäischen Ratingagentur müssen rasch erfolgen. Bei der Überarbeitung der Eigenkapitalrichtlinien Basel III darf Europa keinen Alleingang machen - nicht ohne die USA!

2. Wir brauchen einen stabilen Euro: Dazu brauchen wir eine besser koordinierte Wirtschaftspolitik auf EU-Ebene sowie automatische Sanktionen beim Stabilitätspakt.

3. Wir brauchen eine IQ-Strategie für Innovation und Qualifikation:
Wenn die EU den "Wanderzirkus" des EU-Parlaments beseitigen würde, hätte sie jährlich 200 Millionen Euro für europäische Spitzenforschung in Straßburg zur Verfügung.

4. Der Bürokratieabbau muss rascher vorangehen: Die "Low Level Group" für Bürokratieabbau, an der die WKÖ durch Eurochambres beteiligt ist, hat 2008 der Europäischen Kommission 21 Vorschläge mit einem Einsparungspotential von 3 Mrd. Euro für Unternehmen vorgelegt. Davon wurden erst drei umgesetzt.

5. Wir brauchen endlich das EU-Patent! (FA)

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EU-Büro der Wirtschaftskammer Österreich
Mag. Franziska Annerl,
Tel.: +32/474/472594

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