Elektro- und Elektronikindustrie fordert konstruktive Bildungsdiskussion

FEEI-Roitner: Verländerung des Schulsystems ist die falsche Richtung

Wien (OTS) - Für ein "sofortiges Ende des machtpolitischen Hick-Hack in der Schulpolitik" spricht sich die Elektro- und Elektronikindustrie aus. Die Branche, die in Österreich 60.000 MitarbeiterInnen beschäftigt, appelliert an die politischen Entscheidungsträger ihre Verantwortung gegenüber den Kindern und Jugendlichen in diesem Land wahrzunehmen und in der Bildungspolitik endlich einen konstruktiven Dialog für ein zeitgemäßes Schulwesen zu beginnen. "Ziel muss es sein, in einem der reichsten Länder der Welt ein modernes und wettbewerbsfähiges System zu gestalten. Dieses muss den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen am Standort Österreich gerecht werden, den Kindern und Jugendlichen eine Zukunftsperspektive ermöglichen und damit Österreich für die Zukunft wettbewerbsfähig halten. Machtpolitische Spielchen haben in einem solchen Bereich nichts verloren", fordert Lothar Roitner, Geschäftsführer des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI).

Förderalistisches Schulsystem führt zu Stillstand am Bildungssektor

Ein innovatives, fortschrittliches Schulwesen ist die Basis für den Erfolg der heimischen Industrie. Nur wenn unsere Unternehmen genügend hochqualifizierte MitarbeiterInnen haben, können sie ihre weltweite Wettbewerbsfähigkeit halten. "Im Mittelpunkt der bildungspolitischen Diskussion müssen vorrangig die Inhalte stehen. Erst dann reden wir über die passende Organisationsstruktur. Wir appellieren daher an die politischen Entscheidungsträger ein Abgleiten in die Kleinstaaterei am Bildungssektor zu verhindern", fordert Roitner und ergänzt, dass die die politischen Pläne zur Verländerung des Schulwesens rückschrittlich und kontraproduktiv sind.

Mehr Autonomie für bessere Schulen

Zugleich fordert Roitner eine Stärkung der Schulautonomie. Eine politische Besetzung der Schulverwaltungen, Direktoren- und Lehrerposten entbehrt jeder Grundlage. "Man muss den Schulen mehr Autonomie geben. Es kann nicht sein, dass Direktorenposten politisch vergeben werden. Direktoren sollen aufgrund ihres Know-hows bestellt und müssen mit wirtschaftlichen Lenkungskompetenzen ausgestattet werden. Dies beginnt bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter und endet bei der inhaltlichen Schwerpunktsetzung an ihren Schulen", so Roitner abschließend.

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