Pflegegeld: Hilfswerk-Präsident Othmar Karas sieht keinerlei Einsparungspotenzial - ganz im Gegenteil

"Die pflegebedürftigen Menschen brauchen mehr Unterstützung und mehr Gerechtigkeit. Das bietet das Pflegefonds-Modell der BAG!"

Wien (OTS) - "Die pflegebedürftigen Menschen brauchen das Pflegegeld", sagt Hilfswerk-Präsident Othmar Karas anlässlich der jüngst kolportierten Sparpläne. "Es ist richtig, dass es durch die derzeit uneinheitliche Praxis der Pflegegeldeinstufung fallweise zu Ungerechtigkeiten kommt. Das hat auch der Rechnungshof bereits mehrfach kritisiert. Unter dem Strich sehen wir beim Pflegegeld aber keinerlei Einsparungspotenzial", so Karas. "Im Gegenteil, durch die mangelhafte Wertanpassung kam es in den letzten Jahren ohnehin zu einer starken Entwertung des Pflegegelds", so Karas weiter.

Der Präsident des Hilfswerks, das derzeit auch den Vorsitz in der BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt) hat, erinnert in diesem Zusammenhang einmal mehr an das Pflegefonds-Modell der BAG-Organisationen (Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz, Volkshilfe), das am 27. September bei der Pflege-Enquete im Parlament präsentiert wurde.

"Das Pflegefonds-Modell der BAG wird auch vom Seniorenrat unterstützt und findet bereits breite Zustimmung in verschiedenen politischen Lagern. Es ist höchste Zeit, dass noch im Herbst alle Pflegeexperten und Stakeholder zusammen kommen, um gemeinsam einen Plan zu erarbeiten, der die notwendige Verbesserung der Pflegefinanzierung gewährleistet. Wir müssen jetzt beherzt handeln, denn viele Kommunen sind an der Grenze ihrer Leistungskraft. Da hilft nur eine große solidarische Lösung, mit Bund, Ländern und Gemeinden", so Karas abschließend.

Das Pflegefonds-Modell der BAG steht auf der Website www.freiewohlfahrt.at zum Download bereit.

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