Junge Industrie: Verländerung des Schulsystems weiterer Schritt zurück

JI-Chefin Mitterbauer: Übler Faschingsscherz bereits im Oktober? Mit Vollgas zurück kann nicht Grundlage politischer Arbeit sein

Wien (OTS/PdI) - ) "Die politischen Pläne zu einer Verländerung des Schulsystems stellen einen weiteren bildungs- und gesellschaftspolitischen Schritt zurück in unserem Land dar", erklärte die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI) Dr. Therese Mitterbauer heute, Freitag. Es sei zu hoffen, "dass es sich dabei um einen üblen Faschingsscherz seitens einiger Landespolitiker bereits im Oktober handelt", so Mitterbauer. "Leider kann angesichts solcher Szenarien von Lachen gar keine Rede sein. Die Folgen einer Verländerung, insbesondere Qualitätsverlust und weitere Bürokratie, hätten vor allem die heute Jungen zu tragen. Das darf nicht passieren", betonte die JI-Chefin. "Was die Jugend von heute will und braucht sind Perspektiven und nicht kleinkarierte Machtspiele und Pfründedenken in einem 8-Millionen-Einwohner-Staat."

"Die Junge Industrie ist bereit und hat Konzepte, um eine Bildungsdiskussion zu führen, die diesen Namen auch wirklich verdient. Uns geht es dabei darum, Talente fördern, die besten Schulen und Hochschulen zu schaffen und nicht den Jungen die Zukunft zu verbauen." In Österreich kämen schon jetzt aufgrund der überbordenden Bürokratie nur rund 50 Prozent der Bildungsausgaben überhaupt in den Klassenzimmern an. "Wir haben somit einen hohen Input bei sehr bescheidenem Output. Daher müssen wir die Verbesserung der Schulqualität wieder in den Vordergrund rücken", betonte Mitterbauer. Das Schulsystem sei entscheidende Voraussetzung für die absolut wichtigste "Ressource" unserer Unternehmen überhaupt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

"Bei allen Maßnahmen muss im Zentrum stehen, jene Einrichtungen zu stärken, die tatsächlich für die Qualität und somit für die bestmögliche (Aus-)Bildung unserer Kinder und Jugendlichen zuständig und verantwortlich sind. Diese Maßnahmen müssen selbstverständlich über den Schulbereich hinausgehen und von den Kindergärten bis zu den Universitäten hin zum Lebenslangen Lernen reichen. Dabei muss man aber vor allem seitens der Politik über den Tellerrand und tagespolitisches Kleingeld hinausdenken. 'Mit Vollgas zurück' kann ja nicht permanent Grundlage politischer Arbeit sein", sagte die JI-Chefin.

Rückfragen & Kontakt:

Junge Industrie
Mag. Johannes Höhrhan
Tel.: +43 1 71135-2463
j.hoehrhan@iv-net.at
www.jungeindustrie.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0001