FPÖ-Ebinger/Lasar: Bei den Hilfsbedürftigen zuerst zu sparen ist erbärmlich

Sozialminister alles andere als sozial

Wien (OTS/fpd) - Als erbärmlich und geradezu grotesk bezeichnen
die beiden Gesundheitssprecher der Wiener FPÖ, LAbg. Mag. Gerald Ebinger und LAbg. David Lasar, die Pläne von Sozialminister Hundstorfer, wonach ausgerechnet bei den Pflegegeldbeziehern der Sparstift angesetzt werden soll. Der Zugang zu den ersten Stufen des Pflegegeldes soll massiv erschwert werden. Eine derartige Vorgehensweise - nämlich bei den behinderten und kranken Menschen Leistungen zu streichen - zeigt wie abgehoben die Roten auch weiterhin agieren. Das Pflegegeld hat ohnehin schon 20 Prozent seines Wertes durch Inflation eingebüßt - daran denken Hundstorfer und seine Freunderln allerdings nicht, sind die beiden Mandatare verärgert.

Rund 22 Milliarden Euro machen die Gesundheitsausgaben in Österreich ohne den Bereich der Langzeitpflege aus. Die Hälfte davon entfällt auf den stationären Bereich. 10 Prozent des BIP fließen in die Gesundheitsausgaben, nur 1,3 Prozent, also rund 3 Milliarden Euro, gehen in den Bereich der Langzeitpflege. Österreich investiert im Vergleich zu anderen Ländern relativ geringe Mittel in Langzeitpflege. Gleichzeitig schlagen sich die Kosten im Gesundheitssystem durch suboptimale Organisationsstrukturen mit rund 3 Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich nieder. Es wäre dringend notwendig, dass die von namhaften Gesundheitsökonomen vorgeschlagene Finanzierung der Gesundheitsleistungen aus einem Topf sichergestellt werden und die Kosten für überzählige Akutbetten zugunsten der Geriatrieversorgung und der Pflege umzuschichten, so Ebinger und Lasar.

Gerade weil die Strukturen für Langzeitpflege und Geriatrieversorgung unzureichend sind, werden tausende pflegebedürftige Menschen in Akutbetten versorgt. Ohne den Betroffenen damit eine bessere Lebensqualität bieten zu können, verursacht dies aber unendlich hohe zusätzliche Kosten.
Die Gesundheitsreform muss daher rasch in Angriff genommen werden.

Die Kosten für Pflege werden schon jetzt durch das Pflegegeld nur teilweise abgedeckt - Pflegebedürftigkeit ist eine echte Armutsfalle. Es ist höchst an der Zeit, dass die Herrschaften von SPÖ und ÖVP zumindest die wichtigsten Empfehlungen des Rechnungshofes zur Gesundheits- und Verwaltungsreform endlich umsetzen, so die beiden freiheitlichen Gesundheitssprecher Ebinger und Lasar abschließend. (Schluss)paw

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