SPÖ Kärnten: Bildung mit Zukunft. Zukunft mit Bildung

Ablehnung gegen Verländerung der Bildung bei Diskussion mit BM Schmied und SPÖ-LHStv. Kaiser. Kaiser fordert Modellprojekt für eine Ausbildung aller Pädagogen in Kärnten.

Klagenfurt (OTS) - Ein mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied, SPÖ-Landesvorsitzender LHStv. Peter Kaiser, der Direktorin der Pädagogischen Hochschule Marlies Krainz-Dürr, IV-Präsident Otmar Petschnig und Ingeborg-Bachmann-Gymnasium-Direktor Werner Glas hochkarätig besetztes Podium diskutierte gestern Abend vor knapp 300 Gästen in der Pädagogischen Hochschule Klagenfurt über das Thema Bildung.

"Die Bildungskompetenzen müssen uneingeschränkt in der Kompetenz des Bundes bleiben, und zwar sowohl die Grundsatz- wie auch die Ausführungsgesetzgebung", erklärte Kaiser bei der Diskussion im Rahmen der Initiative "Österreich 2020" auf Einladung des Renner Institutes. Alles andere wäre ein Rückschritt in die bildungspolitische Steinzeit, weil jede weitere Reform praktisch unmöglich werde.

"Grund- und Ausführungsgesetzgebung müssen deshalb beim Bund zusammengeführt werden, weil es sonst zum Bildungsstillstand käme, da nämlich ständig mit neun Ländern zeitraubende Verhandlungen geführt werden müssten und der Unterricht in neun Bundesländern unterschiedliche Ausformungen hätte", zeigte Schmied auf.

Kaiser bekräftige seinen Vorschlag der gemeinsamen Ausbildung aller Pädagoginnen auf universitärer Basis. "Ich schlage vor, Kärnten mit der Pädagogischen Hochschule und Alpen-Adria-Universität als Modellregion auszuwählen", geht Kaiser einen Schritt weiter. Für Krainz-Dürr sei der jahrelange Reformstau am Bildungssektor in Österreich nun aufgebrochen die Neue Mittelschule und die neue Matura wären der richtige Weg. "Lehrer werden nun viel mehr zu Bildungscoaches, die ihre Schüler zu einem möglichst guten Bildungsabschluss führen, im Gegensatz zu früher, wo Lehrer Wissensvermittler und Prüfer waren", ist Krainz-Dürr überzeugt.

Auf den Vergleich von Moderator Jochen Bendele (Kleine Zeitung) des Bildungssystems als Wespennest, befürwortete Kaiser den eingeschlagenen Weg von Unterrichtsministerin Schmied: "Unsere Aufgabe ist es nun aus dem Wespennest, eine Bienenwabe zu machen, aus der der schmackhafteste Bildungshonig fließt."

"Wir müssen die Bildung aus dem Korsett der Parteipolitik herauslösen, es ist höchste Zeit für einen bildungspolitischen Schulterschluss", erklärte Schmied und fand in Otmar Petschnig, Präsident der Industriellenvereinigung Kärnten, einen weiteren Mitstreiter, der sich gegen den Föderalismus im Bildungssektor stellt. AHS-Direktoren-Sprecher Glas verteidigte das differenzierte Schulsystem.

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