Becker an ÖBB: Senioren-Aktion dringend überdenken!

Schade, dass erfolglose Aktion "Nebelticket" wiederholt wird. ÖBB muss Marktchance der am stärksten wachsenden Konsumentengruppe nutzen!

Wien (OTS) - Als "unverständlich und indiskutabel" bezeichnet
Heinz K. Becker, Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes, die Entscheidung der ÖBB, die erfolglose Senioren-Aktion des Vorjahres in der selben Form auch in diesem Jahr zu wiederholen.

"Wir hatten schon vor der ersten Durchführung bezweifelt, dass diese Form der Senioren-Aktion erfolgreich sein könnte. Und die Zahlen vom Vorjahr geben uns leider Recht: Während die beliebte "7-Euro-Aktion" 2008 noch von ca. 150.000 Seniorinnen und Senioren genutzt wurde, wurde die "neue" Senioren-Aktion 2009 von nur knapp 7.000 (!) Personen angenommen! Die neuerliche Durchführung können wir daher gar nicht verstehen", erklärt Becker, der neben seiner Tätigkeit als Seniorenbund-Generalsekretär auch ausgewiesener Marketing-Experte ist.

"Das neue Management ist mit großen Ambitionen in den Job gestartet. Auch wir Senioren wünschen uns eine erfolgreiche ÖBB und erwarten daher, dass hier neue Angebote für Senioren entwickelt werden, wobei wir auch gerne unsere Erfahrungen mit den Senioren -der am stärksten wachsenden Konsumentengruppe - konstruktiv einbringen können, wen dies gewünscht wird", bietet Becker die Unterstützung der Seniorenvertreter an.

Zum Hintergrund:

2005 war mit dem "7-Euro-Ticket" der ÖBB ein erfolgreiches Senioren-Angebot geschaffen worden. Bis 2008 war die Aktion zweimal pro Jahr durchgeführt und jährlich von bis zu 200.000 älteren Menschen genutzt worden. Grund für die Abschaffung war ein Rechnungshofbericht, der die Wirtschaftlichkeit der Aktion in Abrede gestellt hatte. Die Unwirtschaftlichkeit gründete allerdings nicht auf einem geringen Kundenzuspruch, sondern auf einer überteuerten, vom Vorstand nicht genehmigten, Werbekampagne. Als Ersatz wurde 2009 eine neue Senioren-Aktion angeboten worden, die jener von 2010 unverändert entspricht: 59,- Euro + VorteilscardSenior 26,- Euro = 85 Euro. Dafür fährt man ab 2. November täglich außer Sonntag durch ganz Österreich.

Besser wäre: "7-Euro-Ticket" ohne die irrwitzigen Werbekosten!

"Für die Senioren sind 85,- Euro, die auf einmal zu bezahlen sind, zu viel. Und dass die Sonntage ausgenommen sind, erhöht die Attraktivität nicht gerade. Auch ist der November unter den Senioren kein beliebter Reisemonat - weswegen unsere Mitglieder in ihren Protestbriefen der Aktion den Namen "Nebelticket" gegeben hatten. Besser wäre sicher das "7-Euro-Ticket" aber eben ohne die irrwitzigen Werbekosten", erläutert Becker abschließend zur Kritik der Senioren am Angebot.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler, 0650-581-78-82, skofler@seniorenbund.at; www.seniorenbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SEN0001