Von einer Steuerlawine für Österreichs Industrie kann keine Rede sein

Linz (OTS) - "Stoppt die Steuerflut" trommelt die Industriellenvereinigung seit Wochen in Inseraten in Österreichischen Medien und behauptet, höhere Steuern für Österreichs Unternehmen gefährdeten den Wirtschaftstandort Österreich. Dabei verzeichnet Österreich mit nur 5,8 Prozent aller Abgabeneinnahmen den niedrigsten Anteil an Gewinnsteuern (Körperschaftsteuer) unter den 30 Mitgliedsstaaten der OECD.

Dank Gruppenbesteuerung und zahlreicher weiter Abschreibungsmöglichkeiten zahlen bei weitem nicht alle großen Unternehmen den - ohnehin niedrigen - regulären Gewinnsteuersatz von 25 Prozent, sondern im Schnitt viel weniger. Arbeitnehmer/-innen müssen ab einem Einkommen von 1200 Euro für jeden weiteren Euro gleich 36,5 Prozent Steuern zahlen, deutlich mehr als jeder Großkonzern.

Dass sich die Industriellen hinstellen und einen Stopp der angeblichen Steuerlawine für sich fordern, ist unverfroren", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. "Es gilt im Gegenteil, die jahrelange Umverteilung der Steuerlast von den Gewinnen zu den Löhnen und Gehältern zu stoppen und umzukehren. Gerechte Steuern von Vermögenden, Privatstiftungen, Konzern- und Spekulationsgewinnen sind keine Steuerlawine."

Statt Steuersenkungen für die Unternehmen fordert der AK-Präsident eine Senkung des niedrigsten Steuersatzes für Arbeitnehmer/-innen und gerechte Steuern von den Gewinnen: "Die Gruppenbesteuerung bei Konzernen muss eingeschränkt und die Dienstgeber-Sozialabgaben müssen von der gesamten Wertschöpfung berechnet werden".

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