Kinderrechte haben für Prammer oberste Priorität Büro der NR-Präsidentin widerspricht Darstellung von Abg. Hofer

Wien (PK) - Kinderrechte haben für Nationalratspräsidentin
Barbara Prammer in Scheidungsfällen oberste Priorität. Eben deswegen habe sie gestern bei der Übergabe einer Petition Skepsis gegenüber einer automatischen gemeinsamen Obsorge geäußert, betonte der Pressesprecher der Präsidentin, Gerhard Marschall. Diese ist nach Ansicht Prammers dann gut, wenn Eltern in gutem Einvernehmen sind. Wenn sich geschiedene Eltern im Dauerstreit befinden, ist sie nach Meinung Prammers hingegen nicht die
Lösung, sondern eine zusätzliche Belastung, die in erster Linie die Kinder trifft.

Die heute von Abgeordnetem Norbert Hofer (FPÖ) in einer
Aussendung aufgestellte Behauptung, wonach Kinderrechte für
Prammer "keine Rolle spielen" würden, sei darum schlichtweg
falsch, so Marschall. Es habe auch keinesfalls ein Streitgespräch stattgefunden, wie von Hofer dargestellt, sondern ein Meinungstausch, wie er im Parlament üblich ist. Dabei habe
Prammer auch der Darstellung Hofers widersprochen, Frauen würden das Wegweiserecht missbräuchlich einsetzen. Das Wegweiserecht ist für Prammer ein eminent wichtiges Instrument für Frauen, um Konflikten zu entkommen und sich vor Gewalt in Schutz zu bringen.

Die NR-Präsidentin nimmt jede Petition entgegen und führt sie dem in der Geschäftsordnung vorgesehenen parlamentarischen Prozess
zu, unberührt davon, ob sie sich mit der jeweiligen Sache identifiziert oder nicht. (Schluss)

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