LH Dörfler: Sonnenkraftwerk Untermühlbach ist Start in die Zukunft

Weitere Förderverträge für größtes Photovoltaik-Kraftwerk Österreichs unterzeichnet - Kärnten als Europas Musterregion alternativer Energie

Klagenfurt (OTS/LPD) - Die "Sonnenstadt St. Veit" ist am besten Wege, das Herz der europäischen Solarenergie-Nutzung zu werden. Nach der Unterzeichnung der Fördervereinbarung zwischen dem Land Kärnten und der Kelag vor zwei Wochen, wurde nun auch der Fördervertrag für das größte Sonnenkraftwerk in Untermühlbach, direkt an der Schnellstraße S 37, von Landeshauptmann Gerhard Dörfler und der SKW Sonnenkraftwerk GmbH um Geschäftsführer Meinhard Aicher unterzeichnet. Das gab der Landeshauptmann heute, Mittwoch, bekannt.

"Damit ist der Startschuss für die Errichtung des Sonnenkraftwerks Untermühlbach getätigt. Auf über 7.300 Quadratmeter Modulflächen wird das Sonnenkraftwerk mit einer Leistung von 1000 kWp gesunden Strom produzieren", freut sich Dörfler und unterstreicht einmal mehr die Vorreiterrolle Kärntens im Rahmen der Initiative "Lebensland Kärnten". "Kärnten zeigt Europa vor, wie man erneuerbare Energie und sauberen Strom umsetzt, statt auf den Ausbau von Atom-Energie zu setzen. Wir fordern daher die Europäische Union auf, sich am Kärntner Weg, Strom aus Sonne, Wind und Wasser zu erzeugen, ein Beispiel zu nehmen", betonte der Landeshauptmann. In das Photovoltaikkraftwerk bei Untermühlbach an der S37 werden 3,9 Millionen Euro investiert, das Land Kärnten beteiligt sich mit 1,15 Millionen Euro.

"Wir haben durch Hartnäckigkeit und Engagement in den letzten Jahren gezeigt, dass Kärnten im Bereich Alternativenergie einen immensen Wettbewerbsvorteil besitzt. Von diesen Weichenstellungen werden alle Kärntner profitieren", so Dörfler. Das Sonnenkraftwerk Untermühlbach wird aber auch dazu genützt werden, die "Solar Academy" zu gründen, die sich auf die Fort- und Weiterbildung im Bereich der erneuerbaren Energie spezialisieren wird. "Mit dieser Lehrlings- und Fortbildungsakademie wird der Standort Kärnten weiter gestärkt und unserer Jugend eine Chance geboten, im Bereich Alternativenergie eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu bekommen und später in dieser Zukunftsbranche tätig zu werden", betonte Dörfler.

Neben dem Photovoltaikkraftwerk Untermühlbach wird auch ein weiteres Sonnenkraftwerk auf den Dächern der Innenstadt errichtet werden. Es werden dazu Sonnenkollektoren an vier Standorten mit insgesamt 3.500 Quadratmeter Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von 450 kWp installiert. Die dritte Ausbaustufe der "Sonnenstadt St. Veit" umfasst Informationsstellen zur Bewusstseinsbildung für alternative Energien. Für das Gesamtprojekt Sonnenstadt St. Veit sind 6,4 Millionen Euro an Investitionssumme vorgesehen. Das Land Kärnten trägt davon rund zwei Millionen Euro. Die Gesamtleistung aller Solaranlagen beträgt 1,45 MWp und liefert so sauberen Strom für 700 E-Autos oder 500 E-Autos und 500 E-Scooter bei einer Jahresleistung von 15.000 Kilometer.

Im Konzept der "Sonnenstadt St. Veit" spielt neben der Energiegewinnung durch Photovoltaik auch eine Sensibilisierung bei der Energienutzung und Wissensvermittlung rund um erneuerbare Energien und alternative Mobilität eine entscheidende Rolle. "Es ist unser Ziel, die Kärntnerinnen und Kärntner für sauberen Strom zu interessieren", so Dörfler. Er verwies auch auf zahlreiche Maßnahmen in der Stadt St. Veit, wie zum Beispiel eine "Lichtgasse", die "Weltzustandsmaschine", den "Sonnenstrahlwegweiser" und zahlreichen Informationsstellen am Hauptplatz.
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