Brunner: Ökobonus für Mehrwegflaschen nützt Konsumenten, Getränkeabfüllern und Umwelt

Mehrwegflaschen sparen Energie und sorgen für kleiner Müllberge

Wien (OTS) - "Die Grünen fordern schon lange eine Mehrweglösung, denn in allen Ökobilanzen sind Mehrwegflaschen, die 20 bis 40 Mal wieder befüllt werden bei Energieeinsparung, Ressourcenschonung und Klimaschutz den Einwegflaschen weit voraus" zeigt die Grüne Umweltsprecherin Christiane Brunner auf. Ausdrücklich begrüßt wird daher der Vorschlag eines 'Ökobonus' des Umweltministeriums, das ein Bonus-Malus System angestrebt. Dieses sieht vor, den Handel für mehr Mehrweg zu belohnen, für zu viele Einwegverpackungen wird eine Abgabe nötig. So soll im ersten Schritt eine Quote von 30% Mehrweg erreicht werden. "Das System wird allerdings nicht, wie von der Wirtschaftskammer fälschlich dargestellt auf dem Rücken der ÖsterreicherInnen ausgetragen, sondern ist eine Lenkungsabgabe, die den Handel zu mehr Mehrwegangebot motivieren soll. Zusätzlich profitieren davon auch die Getränkeabfüller, die deutlich geringere Ausgaben haben, wenn Sie weniger Flaschen einkaufen müssen. Vor allem die österreichischen Klein- und Mittelbetriebe haben bei Mehrweg mehr Chancen gegen weit gereiste Getränke von Großabfüllern", erläutert Brunner.

"Jedem von uns fällt auf, dass es in den Supermärkten kaum mehr Mehrwegflaschen gibt und wenn, dann stehen sie im hintersten Eck. "Der Witz dabei ist, Österreich hatte bereits ein ausgezeichnet funktionierendes Mehrweg-System für Getränke. Vor 10 Jahren ist die Mehrwegquote vom damaligen Landwirtschaftsminister Bartenstein gekippt worden, seitdem schrumpft der Mehrweg-Anteil, der Abfallberg aus PET-Flaschen wächst."

"Ein weiterer Aspekt ist der enorme Anstieg an Alu - Dosen, gerade bei Bier. Eine Aludose verursacht dreimal so viel CO2 wie eine Mehrweg-Flasche. Der Giftunfall in Ungarn zeigt gerade auf, wie gefährlich der Alu-Abbau für Mensch und Umwelt ist. Dieser wertvolle Rohstoff darf nicht für Einwegprodukte verschwendet werden" verweist Christiane Brunner auf die vielfältigen Auswirkungen von Mehrweg und kündigt einen Aktivitätenschwerpunkt der Grünen zu Mehrweg an.

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