Korun zu Fekter: 7-Punkte-Programm zu wenig für Unrechtsbekämpfung bei Kinderabschiebung

Kinder und Vater sollen wieder einreisen dürfen, keine Haft mehr für Kinder

Wien (OTS) - "Es bedurfte erst der Abschiebung zweier 8-jähriger Mädchen und ein ÖVP-Wahldesaster in Wien, damit die Innenministerin endlich umdenkt," bedauert Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen, die verspätete Reaktion von Innenministerin Maria Fekter auf die jüngste Abschiebung kosovarischer Kinder. "Wenn Fekter es wirklich ernst meint, dann muss sie als erstes dafür sorgen, dass die Kinder und der Vater, zurückkommen können. Schließlich wurden sie durch die Abschiebung gewaltsam von ihrer in der Psychiatrie liegenden Mutter und Gattin getrennt. Eine längere Trennung von Mutter und Kindern auf unabsehbare Zeit verletzt das Menschenrecht auf Familienleben und das Wohl der Kinder nach der UN-Kinderrechtskonvention", so Korun. Ein spontan entworfenes 7-Punkte-Programm ist zu wenig.

"Kinderinhaftierungen und -abschiebungen würde sich die Innenministerin ersparen, wenn die Bundesregierung langjährig hier lebenden, integrierten Familien endlich ein effektives Bleiberecht gewährt. Durch die Kinderabschiebungen wird die Tragödie dieser langjährig integrierten Familien erst sichtbar und deutlich, was es heißt wenn unbescholtene und integrierte Menschen auf Biegen und Brechen abgeschoben werden," so Korun.

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