Industrie: Pläne zu Verländerung des Bildungssystems gehen in falsche Richtung

IV-Präsident Sorger: Machtspiele und Kompetenz-Gerangel abzulehnen - Beispiel Spanien hat gezeigt: Verländerung des Schulwesens führt zu zersplitterter Bildungslandschaft

Wien (OTS/PdI) - "Die politischen Pläne zu einer Verländerung des Schulsystems gehen in die falsche Richtung", erklärte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Dr. Veit Sorger heute, Mittwoch. "Die drohenden Folgen wären enorme Unterschiede in den Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler je nach Region sowie die Entkoppelung von Budgetaufwendungen und Bildungsniveau", so Sorger. Vielmehr gelte es, "eine Bildungsdiskussion zu führen, die diesen Namen auch wirklich verdient". In Österreich kämen schon jetzt aufgrund der überbordenden Bürokratie nur rund 50 Prozent der Bildungsausgaben überhaupt in den Klassenzimmern an. "Wir haben somit einen hohen Input bei sehr bescheidenem Output. Daher gilt es, jetzt zu beginnen und die Verbesserung der Schulqualität wieder in den Vordergrund zu rücken. Und genau deswegen ist unser detailliertes Programm 'Schule 2020' aktueller denn je", so der IV-Präsident.

Das Schulsystem sei entscheidende Voraussetzung für die absolut wichtigste "Ressource" heimischer Unternehmen überhaupt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit stehe und falle die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft, so Sorger. Mit "Schule 2020" existiert, neben den Vorschlägen des Rechnungshofs, bereits ein Papier der IV, das die konkreten Maßnahmen auflistet. Unter anderem muss die Schulautonomie erhöht, das Lehrerdienstrecht vereinheitlicht und die Landeslehrer-Kompetenzen an den Bund übertragen werden. "Dabei muss es Ziel aller Bemühungen sein, jene Einrichtungen zu stärken, die tatsächlich für die Qualität und somit für die bestmögliche (Aus-)Bildung unserer Kinder und Jugendlichen zuständig und verantwortlich sind. Diese Maßnahmen müssen selbstverständlich über den Schulbereich hinausgehen und von den Kindergärten bis zu den Universitäten hin zum Lebenslangen Lernen reichen - auch hier hat die Industrie Vorschläge erarbeitet. Machtspiele und Kompetenz-Gerangel sind abzulehnen und gefährden die Zukunft unseres Landes", sagte der IV-Präsident.

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