Cortolezis-Schlager zu neuen Leistungsvereinbarungen: Studienplatzbezogene Finanzierungsmodelle einführen

Brauchen neue Modelle im Bildungsangebot des tertiären Sektors

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Eine Wissensgesellschaft braucht den tertiären Sektor - also jenen der Fachhochschulen, Universitäten sowie der Pädagogischen Hochschulen und der Erwachsenenbildung - für die Weiterentwicklung der Gesellschaft und zur Sicherung des Wohlstands. Das sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager anlässlich der Sitzung des Unterausschusses des Wissenschaftsausschusses am Nachmittag, der eine General- und Spezialdebatte zum Thema "Gesellschaftlicher Auftrag des tertiären Sektors" vorsieht. ****

Es ist Aufgabe und Verantwortung der Politik, den gesellschaftlichen Auftrag des tertiären Sektors zu definieren, dessen Ziele sich in den einzelnen Gesetzen finden. Die Rollen der Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen und der Erwachsenenbildung seien durch die Politik allerdings noch klarer zu definieren, sodass sich diese besser profilieren können. Dazu sollten neue Modelle im Bildungsangebot des tertiären Sektors ähnlich der Schweiz oder dem angelsächsischem Raum offensiv entwickelt werden, forderte Cortolezis-Schlager. Der Fokus sei dabei auf die auf Durchlässigkeit zu legen. Als zentrale Erkenntnis aus dem Hochschuldialog sieht sie eine Verbesserung der Koordination und Profilbildung der Hochschulbildung.

"Wir wollen eine faire, qualitätsvolle Lehre an den Universitäten und der Fachhochschulen, gleichzeitig soll die kompetitive Forschung ausgebaut werden." Die ÖVP-Abgeordnete legte ein klares Bekenntnis dazu ab, sowohl die Situation für die Studierenden als auch die Konkurrenzfähigkeit der Universitäten zu verbessern. "Wir müssen mit Forschung und Lehre weiter in das europäische und internationale Spitzenfeld vordringen bzw. unsere wettbewerbsfähige Position ausbauen." Österreich habe eine gute Mischung aus "Allgemein-Universitäten" und "Spezial-Universitäten", verwies die Abgeordnete beispielsweise auf Kunst-Universitäten, die Wirtschaftsuniversität, die Universität für Bodenkultur, die Montan-Universität, die Veterinärmedizinische Universität oder die Medizin-Universitäten. "Das sichert uns in vielen zukunftsweisenden Nischen internationale Spitzenpositionen."

Notwendig sei es zudem, rasch transparente Aufnahmeverfahren schaffen, die gerecht sind. "Wir sind aufgefordert mit der Lebenszeit junger Menschen gewissenhaft umzugehen. Die Kapazitätsplanung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Verbesserung der Studienbedingungen. Eine Herausforderung liege auch darin, die Akademikerquote anzuheben und die Anrechenbarkeiten sicherzustellen", so die Abgeordnete.

"Wir müssen den Aufholprozess der österreichischen Wissenschaft im europäischen und globalen Kontext fortsetzen. Das Zwei-Prozent-Ziel (zwei Prozent des BIP als Investitionen in den gesamten tertiären Bildungssektor) mit privatem Anteil ist eine wichtige Inputgröße, um unser Land in die Spitzengruppe der innovativsten Staaten in Europa zu bringen."

Unser Bildungssystem brauche Planungssicherheit, wies die Wissenschaftssprecherin darauf hin, dass der Ressourceneinsatz bis 2012 gesichert sei: Aus der bestehenden Leistungsvereinbarungsperiode 2010 bis 2012 werde kein Geld herausgezogen. "Frisches Geld" braucht die Steigerung öffentlicher und privater Finanzierungsanteile. Auch Studienbeiträge oder Universitätsmitgliedsbeiträge in Kombination mit einer Weiterentwicklung der Studienförderung seien sozial gerecht, hofft Cortolezis-Schlager aufgrund der Aussagen der Salzburger Landeshauptfrau Burgstaller sowie des ehemaligen SP-Wissenschaftssprechers Josef Broukal auf ein Einlenken des Koalitionspartners. Modelle der studienplatzbezogenen Finanzierung hätten jedenfalls eine hohe Priorität.
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