Chalupka kritisiert: Integrationspolitik muss Chefsache werden

Dringende Forderung eines Bundesministeriums für Integrationsfragen

Wien (OTS) - "Dass jetzt die Bundesregierung meint, weiterhin auf Fragen der Integration keine adäquaten Antworten finden zu müssen und die Schaffung eines eigenen Integrationsministeriums oder eines Staatssekretariats immer noch nicht umsetzen will, ist nicht nur unverständlich sondern unverantwortlich.", kritisiert Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich.

Integration umfasst zahlreiche Politikfelder aus vielen Ministerien, die Engführung auf Polizei und Sicherheitsfragen im Innenministerium steht einer sinnvollen Integrationspolitik im Weg.", so der Direktor der Diakonie Österreich, Michael Chalupka.

Zu den dringendsten Maßnahmen einer zukunftsfähigen Integrationspolitik gehören laut Diakonie die Stärkung des Systems der Aufenthaltsverfestigung, Doppelstaatsbürgerschaft zur Unterstützung des Integrationsprozesses, die Harmonisierung von Aufenthalt und Beschäftigung, ein integrativer Unterricht, eine Reform der LehrerInnenausbildung, neue Schularchitektur, Wohnungsmischfinanzierungen und Stadtentwicklungsinitiativen.

Einmal mehr fordert die Diakonie einen Mindestkatalog zur Integration, der folgende zentrale Themenbereiche beinhalten soll:
1.) Integration in den ersten Arbeitsmarkt; 2.) MigrantInnen als UnternehmerInnen; 3.) Schule und Bildung; 4.) Zugang zum öffentlichen Dienst; 5.) Medien; 6.) Soziale Sicherung; 7.) Wohnen und Gemeinwesen; 8.) Frauenrechte; 9.) Mitbestimmung und Demokratie; 10.) Religion und (Alltags-)Kultur.

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