ÖGB-Oberhauser: Facharbeit kann Menschenleben retten

Verleihung der Anton-Benya-Preise

Wien (OTS/ÖGB) - "Facharbeit kann Menschenleben retten", sagte ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser in ihrer Festrede bei der Verleihung der Anton-Benya-Preise, die für Verdienste um Facharbeit und Ausbildung vergeben werden. Bei der Rettung der in Chile hunderte Meter unter der Erde eingeschlossenen Bergleute sei nämlich von österreichischen Fachkräften entwickelte Technologie im Einsatz gewesen, und sie wurde auch von österreichischen Fachkräften bedient. Das zeige, dass es auch weiterhin unbedingt notwendig sei, sich für junge Menschen und beste Ausbildungsbedingungen stark zu machen.++++

"Anton Benya hat gesagt: 'Man muss an den Menschen und seinen Erfolg glauben. Ich habe das immer getan.' Zur Auszeichnung jener, die an andere Menschen glauben, wurde auch der Anton-Benya-Stiftungsfonds ins Leben gerufen. Denn auch heute ist es noch so, dass gut ausgebildete FacharbeiterInnen eine große Stärke der österreichischen Wirtschaft ausmachen", sagte Oberhauser.

Die hervorragende Qualität der dualen Berufsausbildung ist für den ÖGB heute, ebenso wie zu Anton Benyas Zeit, ein wichtiger Schwerpunkt. Oberhauser: "Es gilt, über den betriebswirtschaftlichen Tellerrand hinauszuschauen. Lehre ist heutzutage mehr als nur die Herstellung von technischen und fachlichen Fähigkeiten, sondern Begleitung der jungen Menschen beim Erwachsenwerden, bei der Integration ins soziale leben."

Anton-Benya-Preise 2010

Die große Bedeutung der Facharbeit, insbesondere der manuellen Arbeit, bewusst zu machen, ist das Ziel der heuer zum 19. Mal verliehenen Anton-Benya-Preise. Diese werden seit 1972 vom Anton-Benya-Stiftungsfonds vergeben. Prämiert werden außergewöhnliche berufliche Leistungen von Lehrlingen oder Fachkräften, Verdienste um die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte, aber auch wissenschaftliche Untersuchungen, die das gesellschaftliche Ansehen der Facharbeit fördern.

Die Gesamtdotierung der heurigen Benya-Preise beträgt 24.500 Euro, vergeben werden Haupt-, Einzel-, Förder- und Anerkennungspreise. Die diesjährigen Hauptpreise gehen unter anderem an den Verein Vehikel, der arbeitslose Jugendliche ausbildet, an das Jugendzentrum Marco Polo und an das Projekt Complete, das MigrantInnen, die arbeitslos oder ohne Berufsausbildung sind, zum außerordentlichen Lehrabschluss führt.

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