BZÖ-Schenk: Gleichbehandlungsausschuss übernimmt orange Idee

BZÖ-Antrag für mehr Männer in pädagogischen Berufen erfolgreich

Wien (OTS) - Schon im März dieses Jahres hat das BZÖ einen Antrag zur Steigerung des Männeranteils in pädagogischen Berufen gestellt. Im gestrigen Gleichbehandlungsausschuss wurde diese BZÖ-Idee erfreulicherweise von den anderen Fraktionen aufgegriffen. Aus der BZÖ-Initiative wurde somit ein 5-Parteien-Antrag. "Ich freue mich, dass orange Ideen bei den anderen Fraktionen mittlerweile zu einer regelmäßigen Inspirationsquelle geworden sind", erklärt BZÖ-Gleichbehandlungssprecherin Martina Schenk. Entscheidend sei aber, dass nun endlich etwas getan werde, um den Männeranteil in pädagogischen Berufen zu steigern.

Denn besonders in Kindergärten und Volksschulen sind Österreichs Männer immer noch deutlich unterrepräsentiert. Vor zwei Jahren gab es in Österreich überhaupt nur 133 männliche Kindergärtner. Der Nachholbedarf ist also enorm. "Kinder brauchen einfach auch männliche Bezugspersonen. Das ist für die Entwicklung der Kinder enorm wichtig. Männliche Kindergartenpädagogen und Volksschullehrer soll man künftig in den Statistiken nicht länger mit der Lupe suchen müssen", fasst die BZÖ-Gleichbehandlungssprecherin zusammen.

Im Ausschuss wurde auch ausführlich über den aktuellen Frauenbericht diskutiert. "Ein umfassender Bericht, der aber leider auf seinen vielen Seiten kaum eine Erfolgsmeldung bereithält. Die Probleme sind gleich geblieben", so Schenk. Einmal mehr werde bestätigt, dass Frauen immer noch weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen, die Burn-Out-Problematik immer mehr zunehme und die niedrige Erwerbsquote bei Migrantinnen weiterhin ein ungelöstes Problem sei.

Diesen Berichten müssen endlich auch Taten folgen, verlangt Schenk. Etwa bei der BZÖ-Forderung nach einem Mindestlohn von 1.300 Euro. Von Heinisch-Hosek wurde der Vorschlag zwar in den Medien begrüßt, von der Umsetzung ist man aber immer noch meilenweit entfernt. Gleiches gilt für die langjährige BZÖ-Forderung nach besserer Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dafür wären flächendeckende und kostengünstige Kinderbetreuungsplätze maßgeblich. Auch hier konnten leider noch keine Erfolge verbucht werden.

"Es gibt also genug zu tun. Warum es angesichts dessen in diesem Jahr nur eine echte Sitzung des Gleichbehandlungsausschusses gegeben hat, ist mir ein Rätsel. Hier sind vor allem die Regierungsfraktionen gefordert", fordert Schenk für mehr Sitzungstermine im kommenden Jahr.

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