Brunner: Klimasünder Österreich in EU am weitesten weg vom Kyoto-Ziel

Grüne fordern in Umweltausschuss erneut Ökostromausbau und höhere Steuern für fossile Energie

Wien (OTS) - Während EU-weit das Kyoto-Ziel schon vor 2012
erreicht wird, wird Österreich aller Voraussicht nach nicht bis 2012 die geforderte Menge CO2 reduzieren können. Nach dem Kyoto-Protokoll dürfte Österreich von 2008 bis 2012 jährlich durchschnittlich 38,0 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent ausstoßen. Nach der Prognose der EU-Kommission werden es jedoch 54,7 Millionen Tonnen sein. "Österreich ist Schlusslicht unter den EU-Ländern und damit Umweltsünder Nummer Eins. Wie viele Weckrufe braucht die Bundesregierung noch? Dieser Befund ist gerade für Österreich mit seinem hohen Ökostromanteil ein Armutszeugnis,", so Christiane Brunner, Vorsitzende des Umweltausschusses und Umweltsprecherin der Grünen.

Im heutigen Umweltausschuss wird auch der Umweltkontrollbericht behandelt, der alle drei Jahre erscheint. Auch dieser Bericht liefert ein vernichtendes Urteil über den Klimaschutz in Österreich und stellt dem Umweltminister ein vernichtendes Zeugnis aus. Brunner:
"Ohne zusätzliche Maßnahmen können wir weder das Kyoto-Ziel bis 2012 noch die wesentlich schwächeren Klimaziele der EU bis zum Jahr 2020 erreichen. Obwohl zahlreiche Klimakatastrophen in Österreich passiert sind, hat die Bundesregierung nicht gehandelt und die Herausforderung Klimawandel komplett verschlafen."

Der Umweltkontrollbericht merkt an, dass das schlechte Abschneiden Österreichs auf die fehlende Umsetzung der Maßnahmen aus der "Klimastrategie der Bundesregierung" von 2007 ist. Dieses strategische Papier gibt vor, wie wir die Klimaziele erreichen können. Bis heute wurde nur ein Drittel umgesetzt. "Der Bericht bestätigt unsere Forderung: Österreich braucht eine höhere Besteuerung von Öl, Gas und Kohle. Mit den Mehreinnahmen muss der Ökostromausbau in die nächste Runde gehen," so Brunner.

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