Für eine Welt ohne Hürden: Weltnormentag am 14. Oktober steht unter dem Motto "Barrierefreiheit"

Wien (OTS) - Rund jeder fünfte Österreicher ist im Laufe seines Lebens zumindest vorübergehend durch eine Behinderung eingeschränkt. Damit das Alltagsleben trotzdem so sicher und einfach wie möglich bleibt, sorgen Normen und Standards in vielen Bereichen für einen barrierefreien Zugang. Um Wirtschaft und Verbraucher auf die Wichtigkeit der Normung für eine Welt ohne Hürden hinzuweisen, steht der diesjährige Weltnormentag am 14. Oktober unter dem Motto "Barrierefreiheit".

Alltag voller Hürden

Weltweit gibt es rund 650 Millionen Menschen mit besonderen Bedürfnissen, allein in Österreich sind es 1,7 Millionen, die gesundheitlich in irgendeiner Form dauerhaft beeinträchtigt sind. Das reicht von leichten Seh- oder Höreinschränkungen bis zur vollständigen Immobilität. Mit zunehmendem Alter werden steile Treppen, unübersichtliche Straßenkreuzungen und kleine Beschriftungen zu manchmal unüberwindbaren Hürden. Aber auch wer mit Kinderwagen, schwerem Gepäck oder Gipsbein unterwegs ist, freut sich über Hilfsmittel - von Rollstuhlrampen über Verkehrsampeln mit akustischen Signalen bis hin zu Haltegriffen in Sanitärräumen.

Standards ermöglichen selbstbestimmten Alltag

Damit Produkte und Bauten sicher und einfach genutzt werden können, entwickeln Experten in den zuständigen Komitees von Austrian Standards Institute Normen, wobei neben Sicherheitsaspekten, ergonomischen Erfordernissen und Gebrauchstauglichkeit auch die Barrierefreiheit maximale Berücksichtigung findet.
Ein Basiswerk für alle Neu-, Zu- und Umbauten ist die seit Jahrzehnten bewährte ÖNORM B 1600 "Barrierefreies Bauen -Planungsgrundlagen". Sie beschreibt ausführlich die barrierefreie Gestaltung von Eingangsbereichen, Türen, Fenstern, Gängen, Treppen, Aufzügen, Bedienelementen, Orientierungssystemen, Beleuchtung, Materialien und Möblierung.

Dipl.-Ing. Stefan Wagmeister, zuständiger Komitee-Manager: "Die Zukunft liegt im anpassbaren Wohnbau mit Hilfe von barrierefreier Erschließung. Das bedeutet, dass später notwendige Änderungen in möglichst kurzer Bauzeit und kostengünstig ohne Änderung von Installationen, Technik, Dämmung oder Tragfähigkeit vorgenommen werden können."

Es gibt natürlich auch Normen für technische Hilfen für Menschen mit Behinderungen, z. B. für Rollstühle, tastbare Beschriftungen und Informationssysteme oder taktile Bodeninformationen. Genauso tragen Normen für Brillen, Kontaktlinsen, Hörgeräte, Prothesen und mehr dazu bei, körperliche Einschränkungen bestmöglich auszugleichen. DDr. Elisabeth Stampfl-Blaha, Vizedirektorin Austrian Standards: "Der Trend geht in Richtung 'Design für Alle'. Die Idee ist, Produkte, Geräte, Umgebungen und Systeme so zu gestalten, dass sie für so viele Menschen wie möglich ohne weitere Anpassung oder Spezialisierung nutzbar sind. Da gehören die Schere für Linkshänder und das leicht aufschraubbare Marmeladenglas auch dazu."

Ziel des Weltnormentages, der bereits seit 1947 jährlich am 14. Oktober stattfindet, ist es, den Beitrag der Normung zur weltweiten Handelsentwicklung, zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Erhöhung der Sicherheit sowie zur kontinuierlichen Verbesserung der Lebensqualität hervorzuheben.

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