GPA-djp: Missstände bei Schlecker während Handels-Befragung bestätigt

Geschäftsführung offenbar an keinem Dialog zur Lösung der Probleme interessiert

Wien (OTS/ÖGB) - In dieser Woche besuchten zahlreiche
AktivistInnen der GPA-djp tausende Beschäftigte in Handelsunternehmen in ganz Österreich, um sie zu ihren Arbeitsbedingungen zu befragen, darunter abermals viele Beschäftigte in den Filialen der Firma Schlecker. Dabei wurden die der GPA-djp bereits seit längeren bekannten Missstände - etwa falsche kollektivvertragliche Einreihungen - nicht nur bestätigt sondern um neue Tatsachen erweitert.

Die groß angelegte Befragungsaktion der GPA-djp hat beispielsweise bestätigt, dass bei Schlecker der gesetzlich vorgesehene Teilzeitzuschlag nicht ausbezahlt wird. "Die bei Schlecker abgeschlossene Betriebsvereinbarung, die nur dazu dient, die Bezahlung des Teilzeitzuschlages zu umgehen, ist in unseren Augen klar rechtswidrig. Darüber hinaus werden nicht einmal diese Vereinbarungen vom Unternehmen eingehalten sondern es wird bestehender Zeitausgleich missbräuchlich während vereinbartem Urlaub angeordnet, das ist einfach nicht mehr haltbar", erklärt die GPA-djp Wirtschaftsbereichssekretärin Anita Stavik.

Die GPA-djp bemüht sich nun schon seit Monaten durch einen vernünftigen Dialog mit der Geschäftsführung von Schlecker aktuelle Probleme, die von den Beschäftigten aufgezeigt werden, gemeinsam zu lösen. Die Reaktion des Unternehmens erschöpft sich in nicht geglückten Terminfindungen, Terminverschiebungen und Gesprächsverzögerungen. "Aus diesem Verhalten schließen wir, dass die Anliegen der Beschäftigten und die Lösung der von uns angesprochenen Probleme bei Schlecker nicht jene Priorität genießen, welche für einen ernsthaften Dialog unerlässlich ist", so der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Karl Proyer.

"Aufgrund der neuerlichen massiven arbeitsrechtlichen Probleme bei Schlecker, die offenbar wieder größer werden und der Weigerung der Geschäftsführung, mit uns in angemessene Verhandlungen zu treten, sehen wir uns veranlasst, in den nächsten Wochen wieder verstärkt den Weg des öffentlichen Aufzeigens der Missstände bis hin zu Großaktionen mit Unterstützung der Kunden zu gehen", kündigt Proyer an.

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