Csörgits: Qualifizierungsschwerpunkt Pflege - AMS bildet 2010 6.000 Personen in Pflegeberufen aus

Klare Absage an Lehrberuf Pflege - Schweizer Studie bestätigt: 15-Jährige sind zu jung für einen Lehrberuf Pflege

Wien (OTS/SK) - Um Österreichs hervorragendes Gesundheits- und Sozialsystem zu erhalten und gleichzeitig krisensichere Zukunftsjobs zu schaffen, werden alleine im Jahr 2010 6.000 Personen durch das AMS in Pflege- und Gesundheitsberufen aus- und weitergebildet. "Diese Ausbildung und Weiterqualifizierung für Arbeitslose hat sich bewährt, der arbeitsmarktpolitische Erfolg bestätigt das eindrucksvoll", betont SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits am Mittwoch im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. Sechs Monate nach dem jeweiligen Ausbildungsabschluss befinden sich 70 Prozent der Absolventen in Beschäftigung, von den Teilnehmern an Implacementstiftungen sind es sogar 96 Prozent. Um in Österreich eine Ausbildung zum diplomierten Krankenpfleger zu beginnen, ist derzeit ein Mindestalter von 17 Jahren erforderlich, eine Altersgrenze, die sich aufgrund der hohen psychischen und physischen Belastung bewährt habe. Die Schaffung eines Lehrberufs Pflege hält Csörgits daher für nicht zielführend:
"15-Jährige sind zu jung für eine Arbeit im Pflegebereich. Das bestätigen auch Erfahrungen aus der Schweiz." ****

"Eine aktuelle Studie aus der Schweiz zeigt, dass die Bedenken gegen einen Lehrberuf Pflege durchaus berechtigt sind", so die SPÖ-Sozialsprecherin. So habe die Evaluierung des "Projekt FAGE" (Fachberuf Gesundheit) im Kanton Zürich gezeigt, dass lediglich 47 Prozent der ehemaligen Lehrlinge auch in diesem Beruf bleiben. Außerdem stufen 46 Prozent der Befragten das Einstiegsalter mit 15 Jahren mit Blick auf die psychische Belastung als zu früh ein, betont Csörgits und weiter: "Diese Ergebnisse in der Schweiz unterstützen die Meinung, dass ein Lehrberuf Pflege für 15jährige nicht geeignet ist."

Vor fünf Jahren haben in einer Erstbefragung - den Lehrberuf Pflege gibt es in der Schweiz erst seit 2002 - bloß sechs Prozent dieses Einstiegsalter als zu früh bezeichnet. Seit dieser Befragung ist die Skepsis deutlich gestiegen, da die Drop-Out-Quote in dieser Zeit ebenfalls stark angestiegen ist. "Die Pflege ist ein sehr fordernder und ein physisch und psychisch sehr anspruchsvoller Beruf. Außerdem wäre dann der Fachangestellte unter dem diplomierten Krankenpfleger eingestuft", so Csörgits. Für die SPÖ-Sozialsprecherin steht daher fest, dass es sinnvoller ist, das bewährte System beizubehalten, dass ab dem 18. Lebensjahr eine Ausbildung zum diplomierten Krankenpfleger begonnen werden kann. (Schluss) sv

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