Wurm: Mehr Männer in pädagogische Berufe

5-Parteien-Antrag zur Steigerung des Männeranteils in pädagogischen Berufen

Wien (OTS/SK) - Sehr erfreut zeigte sich die Obfrau des Gleichbehandlungsausschusses, SPÖ-Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm, dass mit dem Beschluss eines 5-Parteien-Antrages zur Steigerung des Männeranteils in pädagogischen Berufen eine weitere gemeinsame Initiative gelungen ist. "Derzeit ist der Anteil von Männern in pädagogischen Berufen relativ gering, deshalb wird unser Augenmerk künftig darauf liegen, wie mehr Männer in pädagogische Berufe gebracht werden können. Denn: Eine geschlechtergerechte Erziehung von Kindern und Jugendlichen braucht Männer und Frauen", so Wurm im Anschluss an den Gleichbehandlungsausschuss. Schule und damit auch der LehrerInnenberuf muss den Bedürfnissen und Anforderungen von Kindern und berufstätigen Eltern gerecht werden. Im Zuge dieses bevorstehenden Wandels des Berufsbildes sollen pädagogische Berufe künftig generell attraktiver gemacht werden und das Image gehoben werden. Dazu brauche es eine neue Ausbildung, ein neues Dienstrecht, bessere Karrieremöglichkeiten und attraktivere Einstiegsgehältern, so Wurm. ****

Im Schuljahr 2008/09 betrug der Frauenanteil unter den Lehrern bereits 70 Prozent (1960/61: 45 Prozent, 1980/81: 57 Prozent). Am höchsten ist er im Volksschulbereich (90 Prozent), gefolgt von den Sonderschulen (86 Prozent), den Hauptschulen (70 Prozent), den AHS (61 Prozent) und den Polytechnischen Schulen (55 Prozent). Ziemlich ausgeglichen ist das Verhältnis an den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS, 51 Prozent), in der Minderzahl sind die Lehrerinnen einzig an den Berufsschulen (33 Prozent).

"So wie es mehr Frauen in Führungspositionen und Technikberufen braucht, so soll es auch mehr Männer in Erziehungsberufen geben. Denn Kinder und Jugendliche benötigen eine Mischung aus Einflüssen und Meinungen, vor allem auch, weil sie oft nicht mit beiden Eltern leben", so Wurm.

Um pädagogische Berufe aufzuwerten, brauchen wir eine universitäre Ausbildung für alle PädagogInnen, möglichst auch für KindergartenpädagogInnen. Überdies soll die Durchlässigkeit zu anderen Berufen erhöht werden, auch Quereinsteiger sollen in den LehrerInnenberuf einsteigen können. Und mit attraktiveren Einstiegsgehältern und einer flacheren Gehaltskurve sollen mehr begabte junge Menschen und wieder mehr Männer für den Beruf gewonnen werden. (Schluss) mo/mp

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