Neues Volksblatt: "13,2" (Von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 12. Oktober 2010

Linz (OTS) - 13,2 Prozent, minus 5,5 Prozent, nur noch 13 Sitze im Landtag, um fünf weniger als bisher - angesichts dieses Debakels müssen nicht nur bei der Wiener ÖVP die Alarmglocken läuten, sondern in der ÖVP insgesamt. Die Volkspartei als Kleinpartei in der größten Stadt Österreichs - das kann auf Dauer nicht gut gehen.
Die gute Nachricht zum Wahldebakel kommt vom Politik- und Wirtschaftsforscher Peter Ulram im VOLKSBLATT-Interview: Die Wiener Wahl war keine Testwahl für den Bund, die Niederlage der Wiener Volkspartei war total hausgemacht.
Trotzdem zeigt das Ergebnis in Wien, dass sich die ÖVP intensiv mit den Städten, mit den Menschen dort und ihren Problemen befassen muss. Die Hoffnung, dass es ohnehin nicht mehr schlimmer werden könne, ist spätestens seit dem Sonntag verflogen.
Andererseits sieht Ulram für die ÖVP in den Städten durchaus Chancen. Beispiele, dass es funktionieren kann, mit den richtigen Leuten und den richtigen Programmen, gebe es genug, im In- und im Ausland.
Lang ist's her, 1983 war es, da hatte die ÖVP in Wien 35 Prozent erreicht. Doch dann ging's bergab, bis auf knapp über 13 Prozent. Herr Ulram meint, das müsste nicht so sein. Sein Wort in Gottes Ohr!

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