ÖAMTC fordert Herstellerfreigaben vor Erhöhung des biogenen Anteils bei Benzin

E5-Kraftstoffe müssen für mindestens acht Jahre ab erhöhter Beimischung an der Zapfsäule erhältlich sein

Wien (OTS) - In Österreich ist geplant, die Beimischung von Biokraftstoffen neu zu regeln. Konkret sollen die biogenen Anteile stufenweise erhöht werden (2012 auf 6,25 Prozent und 2017 auf 8,45 Prozent). "Damit diese Erhöhung der biogenen Anteile in Benzinen von fünf Prozent (E5) auf zehn Prozent (E10) zur Senkung von Treibhausgasen unbedenklich erfolgen kann, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Nicht jedes Auto verträgt E10", erklärt ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang. Der Club fordert daher:

* Bevor zehn Prozent des biogenen Anteils in Benzin beigemischt werden, müssen in Österreich verbindliche Angaben der Hersteller über die Verträglichkeit der neuen Kraftstoffe vorliegen. Ohne Freigabe durch alle Hersteller lehnt der ÖAMTC zum Schutz der Autofahrer wegen möglichen Materialschäden die Aufstockung der Beimengung ab.

*Jede Tankstelle, die Normal- oder Superbenzin E10 anbietet (zehn Volumsprozent biogene Ethanolbeimischung), muss auch Normal oder Superbenzin E5 (fünf Volumsprozent Ethanol) anbieten.

* Ab Einführung der höheren Beimischungssätze (im Jahr 2012) muss für mindestens acht Jahre auch E5 als Bestandsschutz weiter bestehen. "Das Durchschnittsalter des Pkw-Bestandes beträgt in Österreich acht Jahre", erklärt der ÖAMTC-Cheftechniker.

* Treten trotz Herstellerfreigaben aufgrund der Verwendung von Kraftstoffen mit E10 Fahrzeugschäden auf, dürfen diese nicht dem Konsumenten angelastet werden.

Im Sinne der Preistransparenz wird der ÖAMTC auch die Preisgestaltung von E10-Benzin genau verfolgen und mögliche Fehlentwicklungen aufzeigen. Der ÖAMTC sieht außerdem die Politik gefordert, ausreichende Markttransparenz und Überwachung sicherzustellen. Immerhin gilt es, unangemessene Preisanstiege von Haus aus auszuschließen.

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