Kein Konflikt "Bäcker gegen Bauern"

Wien (OTS/PWK) - In einzelnen Presseaussendungen wurde in den vergangenen Tagen der Eindruck erweckt, es gäbe eine Auseinandersetzung zwischen Bauern und Bäckern zu den Folgen der Getreidepreiserhöhungen. Dazu stellt die Bundesinnung der Lebensmittelgewerbe fest:

1) Die gewerblichen Bäcker sind verlässliche Partner der österreichischen Bauern. Wir arbeiten mit den Bauern zusammen für die Menschen in den Regionen. Wir gewerblichen Bäcker schätzen daher die Arbeit der Bauern.

2) Wir Bäcker verarbeiten generell kein ungereinigtes und unverarbeitetes Getreidekorn, von dem mancher Vergleich fälschlich abgeleitet wird, sondern Mehl, in dessen Preis nicht nur die Materialkosten, sondern auch die Personal- und Betriebskosten von 2 Wertschöpfungsstufen (Agrarhandel und Mühlen) enthalten sind.

3) Faktum ist, dass wir Bäcker bis zu 50 % mehr für das Mehl zahlen müssen. Dazu kommen noch weitere Kostensteigerungen bei Fetten, Zucker, Eier, Sesam usw. Faktum ist aber auch, dass der Anteil aller Materialkosten an den Gesamtkosten 32 % ausmacht. Kostensteigerungen beim Material schlagen daher nicht zu 100%, sondern nur teilweise durch.

4) Der maßgebliche preistreibende Faktor sind eindeutig die Personalkosten mit rund 44 %. Die aktuelle Lohnerhöhung und die des letzten Jahres schlagen hier zu Buche. Gute Produkte und Dienstleistungen sind nur mit kompetenten Mitarbeitern möglich, daher sind die Personalkosten mit den hohen Nachtzuschlägen der wesentliche Faktor und nicht wie falsch und verkürzt dargestellt wird, der Getreidepreis. Die restlichen 24 % betreffen Betriebskosten wie Energie, Treibstoff, Miete und Investitionen.

Wir Bäcker lassen uns nicht von unseren Partnern, den Bauern, in der Region auseinander dividieren! (JR)

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BUNDESINNUNG DER LEBENSMITTELGEWERBE
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