Onodi/Kernstock: Künftige Pflege braucht neue strategische Lösungen

Pflegebedarf steigt in den nächsten zwölf Jahren um rund 30 Prozent

St. Pölten, (OTS/SPI) - Im Rahmen der letzten Sitzung des NÖ Landtages stand auch das Thema Pflege anlässlich eines Berichts des Landesrechnungshofes zur Finanzierung der stationären Pflege auf der Tagesordnung. "Das Land Niederösterreich hat mittelfristig mit einem starken Bevölkerungswachstum zu rechnen. Durch die zunehmende Alterung der Bevölkerung ist in den nächsten zwölf Jahren mit steigendem Pflegebedarf von rund 30 Prozent zu rechnen, was eine wachsende Belastung der öffentlichen Haushalte bedeutet", umriss die Gesundheitssprecherin der SPÖ Niederösterreich, LAbg. Heidemaria Onodi, während ihres Redebeitrages die künftigen Herausforderungen im Pflegebereich.

In seiner Funktion als SPNÖ-Krankenanstaltensprecher machte LAbg. Otto Kernstock ebenfalls darauf aufmerksam, dass dem NÖ Landesbudget als auch jenen der NÖ Gemeinden eine massive Belastung droht. "Ob die Gemeinden ihren Anteil leisten werden können, ist aus derzeitiger Sicht eher in Frage zu stellen. Aktuell kann schon jetzt eine Vielzahl der Kommunen nicht ausgeglichen bilanzieren. Weitere Erhöhungen der Umlagen würden den gänzlichen finanziellen Kollaps der Gemeinden und Städte bedeuten", unterstrich LAbg. Kernstock. Weiters bezeichnete Kernstock die Zusammenlegung von Pflegeheimen und Krankenhäusern in die bereits bestehende Landeskliniken-Holding als diskussionswürdig.

"Zur Bewältigung der Herausforderungen im Bereich der Pflege sind umgehend neue strategische Lösungen zu finden, die auch in Zukunft auf die Pflege durch Angehörige und sozialmedizinische Dienste zurückgreifen. Insofern müssen wir ein System schaffen, das nicht nur die Pflegefinanzierung durch einen Pflegefonds nachhaltig sichert, sondern das auch jeder oder jedem den gleichen Anspruch und die gleiche Chance auf adäquate Pflege verschafft", so die beiden SPNÖ-Gesundheitspolitiker unisono.
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