Fahrgastrechte: Schienen-Control als zuverlässiger Partner an der Seite der Bahnkundinnen und Bahnkunden

Der Schienen-Regulator unterstützt Fahrgäste bei der Durchsetzung ihrer Rechte mit dem Ziel "schlichten statt streiten"

Wien (OTS) - Am 23. April 2010 ist das Bundesgesetz betreffend Fahrgastrechte in Kraft getreten. Kundinnen und Kunden wird damit bei Verspätungen im Bahnverkehr das Recht auf Entschädigungen zugestanden. Die Schienen-Control kann die betroffenen Fahrgäste nun auch stärker dabei unterstützen, dieses Recht durchzusetzen. Sie wurde endgültig als staatliche Schlichtungsstelle verankert. Für die Schienen-Control-Geschäftsführerin, Mag. Ursula Zechner, war das Gesetz ein notwendiger Schritt für eine bessere rechtliche Stellung der Fahrgäste.

Seit knapp einem halben Jahr arbeitet der Schienen-Regulator intensiv im Rahmen der erweiterten Kompetenzen. Durch den Anspruch auf Entschädigung bei Zugverspätungen wenden sich vermehrt Personen an die Schlichtungsstelle. Dabei geht es insbesondere um die Klärung von Ansprüchen sowie um die oft längere Zeitdauer der Bearbeitung durch das Eisenbahnunternehmen.

Die Eisenbahnunternehmen müssen die Entschädigungsbedingungen bei erstmaliger Veröffentlichung der Schienen-Control vorlegen. Änderungen sind rechtzeitig vor der Veröffentlichung darzulegen. Die Bahnunternehmen haben die Entschädigungsbedingungen an den Regulator übermittelt. Er prüft und diskutiert diese derzeit mit den zuständigen Stellen der Unternehmen. Aus bestimmten Gründen können die Entschädigungsbedingungen von der Schienen-Control Kommission für unwirksam erklärt werden, beispielsweise im Fall unangemessener Modalitäten für die Entschädigung, wenn der Pünktlichkeitsgrad vom Bahnunternehmen nicht monatlich ermittelt wird oder dieser nicht auf die Streckenverhältnisse Bedacht nimmt.

Bei den Beschwerden, die an die Schlichtungsstelle der Schienen-Control herangetragen werden, geht es neben den Entschädigungen bei Zugverspätungen unter anderem um Fahrgeldnachforderungen, Kritik an mangelnder Kundeninformation und Unzufriedenheit mit der Beschwerdebetreuung.

Die Schlichtungsstelle nimmt wesentliche Aufgaben des Konsumentenschutzes im Bereich der Fahrgastrechte wahr und leistet einen Beitrag zur Verbesserung der Qualität sowie zur Steigerung der Kundenzufriedenheit. Geschäftsführerin Ursula Zechner: "Wir diskutieren die Anliegen der Bahnkundinnen und Bahnkunden mit den Eisenbahnunternehmen und bringen Verbesserungsvorschläge ein. Wir tauschen uns mit Interessenvertretungen aus und arbeiten im Sinne der Fahrgäste mit diesen zusammen."

Die Schienen-Control fungiert als Ombudsstelle für alle Fahrgäste von Eisenbahnunternehmen in Österreich. Diese ersparen sich den kostspieligen und zeitaufwändigen Gerichtsweg.

Betroffene können sich schriftlich (per E-Mail, Fax oder Brief) an die Schlichtungsstelle der Schienen-Control wenden:
Schienen-Control GmbH, z. H. Schlichtungsstelle, Frankenberggasse 9/5, 1040 Wien; schlichtungsstelle@scg.gv.at; Fax: +43 1 5050707-27

Durch den kooperativen Stil des Bahn-Regulators gelingt es in den meisten Fällen, die Anliegen der Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer zu einem positiven Ausgang für alle Beteiligten zu bringen.

Zu ihrem Selbstverständnis als Eisenbahn-Regulator sagt Ursula Zechner: "Will die Schiene als Verkehrsträger attraktiv sein, braucht sie zufriedene Kunden. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, an der Steigerung von Qualität, Service, Pünktlichkeit und Effizienz der Bahn mitzuarbeiten".

Der Bericht der Schlichtungsstelle der Schienen-Control für das Jahr 2009 liegt vor. Er enthält eine detaillierte Bilanz der Tätigkeit. Das Ranking der Beschwerdegründe gestaltet sich wie folgt:
Platz 1 - Fahrgeldnachforderungen und Inkassogebühren (gehören zur mit 35% weitaus größten Gruppe "Restliche Beschwerden"), Platz 2 -Fahrplan (16%) und Platz 3 - Verspätungen (11%). Die Schlichtungsstelle konnte bei Online-Buchungen, der Definition des Vertragspartners und der Präzisierung der Geltungsdauer von Tickets Verbesserungen erwirken.

Der Bericht beinhaltet auch eine Analyse der Preisentwicklung im Verkehrssektor und bei den Kilometertarifen der ÖBB.
Generell sanken die Preise im Verkehrssektor 2009 um -4,3%. Innerhalb der Gruppe Verkehr verzeichnete die stärkste Preissteigerung die Personenbeförderung auf der Straße mit 5%, gefolgt von der Personenbeförderung auf der Schiene mit 2,5%. Am stärksten gefallen sind die Preise bei der Beförderung im Luftverkehr mit 13%.

Bei der Analyse der Kilometertarife für Standardtickets der ÖBB ist festzustellen, dass sich die Bahnfahrt für den überwiegenden Teil der untersuchten Strecken verteuert hat. Für Vielfahrer, welche eine VORTEILScard besitzen, fällt das Ergebnis günstiger aus. Je öfter die VORTEILScard benützt wird bzw. je länger die Strecken sind, desto preiswerter ist die Bahnfahrt.

Informationen rund um das Schlichtungsverfahren als Service für Betroffene sowie weitere Fahrgastrechte-Themen runden den Bericht ab.

Der umfassende Bericht steht als Download unter www.scg.gv.at zur Verfügung oder kann als gedruckte Version unter office@scg.gv.at bestellt werden.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Birgit Hammerschmid
Öffentlichkeitsarbeit
Schienen-Control GmbH
Frankenberggasse 9/5, 1040 Wien
Telefon: +43 1 5050707-12
office@scg.gv.at, www.scg.gv.at

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