Beatrix Karl besucht "Sparkling Science"-Projekt

Schüler/innen forschen gemeinsam mit Wissenschafter/innen - sechs Millionen Euro für "Sparkling Science"-Projekte in den kommenden beiden Jahren

Wien (OTS) - "Die schlauen Kleinen von heute sind die innovativen Großen von morgen", unterstreicht Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl eines ihrer zentralen Anliegen, die Nachwuchsförderung im Bereich Wissenschaft und Forschung. Ein Vorzeigeprojekt ist dabei "Sparkling Science", das europaweit einzigartig Schüler/innen sowie Wissenschafter/innen in gemeinsamen Forschungsprojekten zusammenbringt. In den kommenden beiden Jahren stellt das BMWF für insgesamt 59 "Sparkling Science"-Projekte sechs Millionen Euro zur Verfügung. Heute war die Ministerin am Department für Umweltgeowissenschaften der Universität Wien zu Gast, wo ihr Schüler/innen des BG/BRG Rahlgasse gemeinsam mit Wissenschafter/innen ihr Projekt "Nanomaterialien - Chancen und Risiken einer neuen Dimension" präsentierten.

Die Nanotechnologie entwickelt sich zur Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts, die Einsatzgebiete reichen von Raumfahrttechnik bis Hauselektronik, von der medizinischen Diagnostik bis hin zum neuesten Hochleistungsrechner. "Damit haben sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Forschungsvorhaben für einen absoluten Zukunftsbereich entschieden", zeigt sich die Ministerin nach der Präsentation beeindruckt. Generell sei das große Interesse von Kindern und Jugendlichen in Naturwissenschaften und Technik erfreulich - "wir müssen dieses Interesse und die Neugier aber viel stärker am Leben erhalten, so dass sie auch bei der Studienwahl zu tragen kommen", unterstreicht die Ministerin ihre Kampagne im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT, www.mint.at). "Das sind die Zukunftsbereiche, in denen es an den Unis gute Rahmenbedingungen und freie Kapazitäten gibt und die auch am Arbeitsmarkt stark nachgefragt sind."

Das "Sparkling Science"-Projekt "Nanomaterialien - Chancen und Risiken einer neuen Dimension" ist eines der 59 Projekte aus der dritten Ausschreibung und wird sich in den kommenden beiden Jahren intensiv mit Fragen der Risikokommunikation rund um den Einsatz von Nanotechnologien befassen. Wissenschafter/innen des Umweltbundesamtes, der Universität Wien und der Medizinischen Universität Graz untersuchen gemeinsam mit Schüler/innen aus vier Wiener Schulen (BG/BRG Rahlgasse, BRG/BORG Vereinsgasse, HTL Donaustadt, Sir-Karl-Popper-Schule) und einer Salzburger Schule (Privatgymnasium der Herz-Jesu-Missionare), wie transparent die Kommunikation über die Risiken von Nanotechnologien zwischen Wissenschaft und Gesellschaft derzeit gestaltet ist und wie sie verbessert werden kann. Wichtiger Partner im Projekt ist das Department für Umweltgeowissenschaften, das leitend am österreichischen Top Labor "BIG Nano" beteiligt ist und das führend in die internationale Spitzenforschung im Bereich Nanotechnologie eingebunden ist.

Das Programm "Sparkling Science" wurde vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung im Dezember 2007 gestartet und hat sich seither zu einer international beachteten Vorbildinitiative entwickelt. Besonderheit des mit insgesamt 30 Millionen Euro dotierten 10-Jahresprogramms ist die Verknüpfung von Forschungsförderung mit einem innovativen und hocheffizienten Modell der Nachwuchsförderung, das bereits an der Schnittstelle zwischen Schule und Wissenschaft ansetzt. In jedem der insgesamt 170 Projekte, die im Schnitt zwei Jahre laufen und mit bis zu 185.000 Euro gefördert werden, arbeiten Schüler/innen Seite an Seite mit Wissenschafter/innen und übernehmen als Juniorkolleg/innen eigenständig Teilaufgaben im Forschungsprozess.

Die "Sparkling Science" Ausschreibung 2010 stieß auf außerordentlich großes Interesse. Aus den eingereichten 145 Projekten wurden in einem strengen internationalen Begutachtungsverfahren 59 Projekte ausgewählt, die in den kommenden beiden Jahren mit insgesamt sechs Millionen Euro gefördert werden. Auch diese neuen Projekte sind thematisch wieder breit gestreut, von Medizin, Umweltforschung und Forstwissenschaften über IT, Robotik und Lasertechnologie bis hin zu Forschung über Jugendkriminalität und Social Networks. An der Durchführung der laufenden Projekte sind auch viele internationale wissenschaftliche Partner beteiligt, wie zum Beispiel die Origon State University, die London Gold Smith University und die Northwestern University Illinois.

Einschließlich der dritten Ausschreibung bindet "Sparkling Science" bereits 30.000 Schüler/innen ein und hat ein dichtes Kooperationsnetzwerk zwischen 100 universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen und rund 300 Schulen geschaffen.

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