Berlakovich: Punkt für Punkt zum klimafreundlichen Verkehr in Innsbruck

klima:aktiv mobil Tour macht in Innsbruck Station - Lebensministerium fördert 2010 alternative Mobilität bundesweit mit 15 Millionen Euro

Innsbruck (OTS) - Umweltminister Niki Berlakovich präsentierte heute in Innsbruck mit der klima:aktiv mobil Tour 2010 seine Klimaschutzoffensive für alternativen Verkehr. "Das Lebensministerium investiert heuer insgesamt 15 Millionen Euro in klimafreundliche Mobilitätsprojekte von Städten und Gemeinden, Betrieben und Tourismuseinrichtungen, auch Tirol profitiert davon. Tirol ist in Sachen Klimaschutz im Verkehr vorbildlich. Bereits 74 Tiroler Städte, Gemeinden und Betriebe sind Partner des Klimaschutzprogramms klima:aktiv mobil. "Gemeinsam erzielen wir mit Projekten eine CO2-Reduktion von 27.000 Tonnen pro Jahr. Mit 1,7 Millionen Euro Förderung für alternative Mobilität konnten in Tirol bisher Investitionen von rund 6,9 Millionen Euro ausgelöst und rund 80 green jobs geschaffen und gesichert werden. Klimaschutz funktioniert auch im Verkehr - diese Tour zeigt, wie jede und jeder Einzelne aktiv mitmachen und Vorteile nutzen kann", betonte Umweltminister Niki Berlakovich bei der klima:aktiv mobil Tourstation in Innsbruck. An der Auftaktveranstaltung nahmen auch die Tiroler Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, der Mobilitätskoordinator des Landes Tirol, Ekkehard Allinger-Csollich, Christine Oppitz-Plörer, Bürgermeisterin der Stadt Innsbruck, Martin Felder, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Tirol, Gabriele Lutter, Vorstandssprecherin der ÖBB-Personenverkehr AG und Rudolf Nagl, Vizepräsident des Gemeindesbundes Tirol, teil.

Die klima:aktiv mobil Tour informiert am 8. und 9. Oktober in Innsbruck über Vorteile alternativer Fahrzeuge sowie klimafreundliche Mobilität und lädt zu Testfahrten ein. Unter dem Motto "Punkt für Punkt zum Klimaziel" können die Tirolerinnen und Tiroler am Sparkassenplatz zwei Tage lang alternative Antriebsformen kennenlernen. Elektro-, Erdgas- oder Hybridautos, E-Scooter, Elektrofahrräder oder Lastenräder stehen für Testfahrten bereit. Darüber hinaus werden Good Practice Beispiele von ProjektpartnerInnen des klima:aktiv mobil Förderungsprogramms präsentiert. Jugendliche sind eingeladen, Beiträge zur "wachsenden" Ausstellung "Cool Moves" zu gestalten und damit unter www.klimaaktiv.at/tour Preise zu gewinnen. Das bunte Programm bietet außerdem Führungen für Schulen und Freizeiteinrichtungen, ExpertInnen und BeraterInnen stehen den BesucherInnen mit Informationen und Tipps rund um das Thema alternative Mobilität zur Verfügung.

klima:aktiv mobil forciert alternative Verkehrslösungen
Die Mobilitätstour des Umweltministers unter dem Motto "Punkt für Punkt zum Klimaziel" ist Teil seines Klimaschutzprogrammes klima:aktiv mobil. Seine Botschaft an die Tour-InteressentInnen lautet: "Nicht verzichten, sondern Alternativen und neue Technologien nutzen!"

"Wir haben in Tirol schon viele Maßnahmen gesetzt, um den Verkehr in unserem schönen Land möglichst klimaschonend zu gestalten", erklärt Tirols Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. Einerseits gibt es Förderungen, um etwa die Anschaffung von Elektro-Fahrrädern anzukurbeln, andererseits haben wir bereits 2008 ein umfassendes Mobilitätsprogramm gestartet, das den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel ebenso forciert wie den Rad- und Fußverkehr".

Und der Mobilitätskoordinator des Landes Tirol, Ekkehard Allinger-Csollich, führt näher aus: "Das Mobilitätsprogramm 'Tirol mobil' wurde 2008 mit dem Ziel gestartet, umweltfreundliches Verkehrsverhalten zu fördern. Durch dieses breite Maßnahmenbündel soll die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sowie der Anteil des Rad- und Fußverkehrs spürbar erhöht werden. Wichtig ist uns dabei durch positive Anreize und Überzeugungsarbeit ein Umdenken im Mobilitätsverhalten zu erreichen!"

Auch die Stadt Innsbruck geht in Tirol mit gutem Beispiel voran. Das Schwerpunktprogramm klima:aktiv mobil des Bundesministeriums unterstützt öffentliche Einrichtungen und Private, umweltfördernde Maßnahmen umzusetzen. In Innsbruck geht es dabei um Fördermaßnahmen im Rahmen der Radinfrastruktur bzw. des Radverkehrs. Es werden Projektvorschläge zum Radwegeausbau, zu Lückenschlüssen und dem Aufbau eines Angebotes von Servicestationen für RadfahrerInnen entwickelt, die im Rahmen des klima:aktiv mobil Programms umgesetzt werden. "Darüber hinaus setzt die Tiroler Landeshauptstadt mit der Einrichtung eines Radkoordinators auf regelmäßige Maßnahmen im Sinne des umweltfreundlichen Radverkehrs. Emissionsverringernder Verkehr bedeutet für die Tiroler Landeshauptstadt aber mehr als den weiteren Ausbau der vorhandenen Möglichkeiten für RadfahrerInnen. Seit 1. Juni 2010 haben wir in Innsbruck eine Parkbegünstigung für emissionsarme Fahrzeuge wie Gas-, Elektro- und Hybridautos. Diese können vorläufig bis Ende Juni 2012 in Innsbrucks Kurzparkzonen kostenlos parken. Elektro-Mopeds sind in Innsbruck vom Nachtfahrverbot ausgenommen. Besonders auch der Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Sinne von Regional- und Straßenbahnkonzept wird mit großen Anstrengungen äußerst konsequent umgesetzt, um den öffentlichen Personen-Nahverkehr ständig attraktiver zu gestalten und der Bevölkerung beste Alternativen für einen möglichen Umstieg anzubieten", so Christine Oppitz-Plörer, Bürgermeisterin der Stadt Inns-bruck.

Für Gabriele Lutter, Vorstandssprecherin der ÖBB-Personenverkehr AG, ist umweltfreundliche Mobilität das Tagesgeschäft. "Rund 4.000 Züge fahren täglich umweltfreundlich mit Strom, d. h. die ÖBB sind der größte Elektromobilitätsanbieter Österreichs. Und diese Rolle wollen wir auch weiter ausbauen. Zum Beispiel werden schon in naher Zukunft unsere Autotransportwagen zu fahrenden Stromtankstellen. Elektroautos werden auf der Fahrt aufgeladen und damit deren Reichweite erheblich verlängert. Einen Impuls in Richtung umweltfreundliche Mobilität hat auch der ecoTRIATHLON gegeben - der vor genau zwei Wochen in Bregenz gestartet ist und durch Innsbruck mit dem Autoreisezug unterwegs war - und im Mix Auto/Bahn/Rad einen Durchschnittsverbrauch von 1,7 Liter Diesel gebracht hat. Dieser Denkanstoß muss aber von den Menschen auch gelebt werden", so Lutter. 1.000ster klima:aktiv mobil Projektpartner ausgezeichnet
Wichtige Partner in Sachen klimaschonender Mobilität sind Städte, Gemeinden, Betriebe, Schulen und Freizeiteinrichtungen. "Die Bandbreite an Möglichkeiten, CO2-sparend mobil zu sein, reicht von der Umstellung von Fuhrparks, dem Einsatz von 'Gmoabussen', der Umsetzung von Radprojekten und Spritspartrainings bis hin zur Durchführung von Projekten mit Jugendlichen und Schulen. Das Ziel für 2010 war es, 1.000 Projektpartner zu zertifizieren. Das konnte bereits jetzt erreicht werden", so Umweltminister Berlakovich. "Umwelt ist DAS Thema der Zukunft! Alternative Energien, alternative Antriebsformen sind die Zukunft! Jetzt ist die Zeit, auf diesen Zug aufzuspringen. Allen Unternehmern kann ich daher nur empfehlen:
Informieren Sie sich und schauen Sie sich einfach einmal an, was es sonst noch gibt - etwa außer dem herkömmlichen Auto oder dem herkömmlichen Traktor. Die klima:aktiv mobil Tour des Lebensministeriums ist dafür geradezu prädestiniert, so Martin Felder, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Tirol.

In Innsbruck wurden heute 22 Betriebe, Kommunen und Tourismusverbände mit ihren Projekten vor den Vorhang geholt und ausgezeichnet.

"Den Tiroler Gemeinden ist es ein Anliegen, das Mobilitätsverhalten ihrer Gemeindebürger klima- und umweltfreundlich zu verändern, damit auch unsere Nachkommen einen intakten, umweltfreundlichen Lebensraum gestalten können. Viele klimafreundliche Projekte sind bereits in der Umsetzungsphase. Zum Beispiel der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs - Buskonzept westliches und östliches Mittelgebirge mit Wipptal und Stubaital, Ausbau der Radfahrwege, der Gehsteig- und Fußgängerbereiche, Schnuppertickets für "Öffis" in den Gemeinden, Gemein-dedienstfahrräder/ e-bikes sowie Mobilitätsberatung in den Gemeindeämtern. Zudem unterstützen die Gemeinden die Bewusstseinsbildung für ein klimafreundliches Mobilitätsverhalten", so Rudolf Nagl, Vizepräsident des Tiroler Gemeindebundes.

Die klima:aktiv mobil Tour durch Österreich war ein voller Erfolg Umweltminister Niki Berlakovich tourte heuer von Mai bis Oktober mit klima:aktiv mobil durch Österreich und machte in allen Landeshauptstädte Station. Insgesamt besuchten die jeweils 2 Tage dauernden Tourstopps rund 20.000 Menschen. 600 SchülerInnen wurden zu Führungen eingeladen. Die klima:aktiv mobil Tour ist ebenfalls im Internet präsent. Hier konnten bis heute über 11.000 BesucherInnen mit 32.451 Seitenzugriffen registriert werden. Mehr als 500 User haben ihre Beiträge zu alternativer Mobilität online gestellt. Die Tourberichte, Fotos, Videos und weitere Informationen zu alternativer Mobilität finden Sie unter www.klimaaktiv.at/tour

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=57&dir=201010&e=20101008_m&a=event

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Doris Ostermann
Pressesprecherin Lebensministerium
01-71100-6918
doris.ostermann@lebensministerium.at
www.klimaaktiv.at/tour

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