ÖH WU: Beschwerde über unzulässige Zugangsbeschränkungen an WU bei VfGH eingereicht

Unzulässige und schikanöse Sequenzierung durch neue Eingangsphase verstößt gegen § 66 UG

Wien (OTS) - Die Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der WU Wien (ÖH WU) beantragte gestern die Aufhebung der mit der letzten Studienplanänderung eingeführten Sequenzierung innerhalb der Studieneingangsphase (STEP). Aus Sicht der ÖH WU verstoßen die, von der Unileitung gewählten vier Prüfungen welche absolviert werden müssen, bevor weitere Prüfungen der STEP abgelegt werden können, gegen § 66 Abs 5 UG, welcher den Missbrauch einer STEP als quantitative Zugangsbeschränkung untersage. "Die Prüfungen sind vollkommen willkürlich gewählt und verfolgen nur einen einzigen Zweck, nämlich die Studierenden in ihrem Fortkommen zu hindern. Besonders Studierende die auf Beihilfen oder Stipendien angewiesen sind, leiden unter dem teilweise enorm schwankendem Niveau der einzelnen Prüfung. Es ist nur eine Frage der Zeit bis man an eine Prüfung gelangt die auch bei guter Vorbereitung nur die wenigsten schaffen. Dadurch wird das Studium zu einem Lotteriespiel, welches kein Studierender verdient hat. Diese Regelung ist nicht nur gesetzwidrig sondern auch extrem benachteiligend gegenüber den Studierenden. Wir sehen es als unsere Pflicht an diese zu bekämpfen.", so ÖH WU Vorsitzender, Stefan Kilga.

Aus Sicht der ÖH WU sollte diese zusätzliche Sequenzierung als Hilfeschrei der Unileitung verstanden werden. Kilga: "Nach der Ablehnung des Notfallparagraphen war diese zusätzliche Sequenzierung für die Unileitung die letzte übrige Option, um mit dem Andrang an Studierenden fertig zu werden. Was aber nichts daran ändert, dass sie gesetzwidrig ist. Studierende, Ministerium und Universitäten müssen gemeinsam eine weitestgehend tragbare Lösung finden wie man den Hochschulzugang in Österreich vernünftig regeln kann. Vielleicht muss dabei auch die eine oder andere heilige Kuh geschlachtet werden. Im Ergebnis ist das allerdings noch immer besser als der momentane Zustand, in dem jede Uni eigene Selfmade-Zugangsbeschränkungen bastelt."

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