Wehrpflicht: BZÖ-Ebner: Abschaffung bringt 232 Mio. Euro - bei gleichen Sozialleistungen

Wien (OTS) - "Eine einfache Rechnung zeigt, dass der Staat bei der Abschaffung der Wehrpflicht rund 232 Mio. Euro pro Jahr einsparen kann - ohne auf jene Leistungen verzichten zu müssen, die derzeit Zivildiener erbringen", erklärte BZÖ-Generalsekretär Christian Ebner im Rahmen einer Pressekonferenz. Kritik gab es von Ebner am Wiener Bürgermeister Häupl an dessen halbherzigen Vorstoß zur Abschaffung der Wehrpflicht: "Häupl selbst hat einmal erklärt, dass Wahlkampfzeiten auch Zeiten fokussierter Unintelligenz sind und er hat selbst den Wahrheitsbeweis angetreten!"

Die Linie der SPÖ sei unverständlich so Ebner. Nach Häupls Vorstoß stimmte die rote Fraktion einem Antrag des BZÖ im Parlament nicht zu. Gestern präsentierte Häupl einen verpflichtenden Sozialdienst für Männer und Frauen. "Statt Zwangsarbeit für Männer mit zwei Möglichkeiten - Bundesheer oder Zivildienst - will Häupl Zwangsarbeit für alle, ohne Wahlmöglichkeit", kritisierte Ebner.

Deutliche Vorteile sieht der BZÖ-Generalsekretär, wenn bei einer Abschaffung der Wehrpflicht die bei Hilfsorganisationen fehlenden Zivildiener durch hauptamtliche Mitarbeiter ersetzt werden. Rund 800 Mio. Euro kosten die Grundwehrdiener dem Staat - dieses Geld könnte für ein besser ausgerüstetes Heer eingesetzt werden. Die Zivildiener schlagen sich mit etwa 55 Mio. Euro zu Buche. Dazu kommen laut Ebner noch Verluste bei Steuern und Abgaben in der Höhe von 300 Mio. Euro. "Pro Jahr werden 43.00 Männer im besten Erwerbsdienstalter aus dem Beruf gerissen, um einen Zwangsdienst zu leisten".

Diesen Einsparungen in der Höhe von 355 Mio. Euro stehen Personalkosten für hauptamtliche Mitarbeiter bei den Sozialorganisationen von rund 123 Mo. Euro gegenüber. (Kosten für den Staat nach Berücksichtigung von Steuern und Sozialabgaben). Für Ebner geht es bei dieser Berechnung aber nicht nur um das große Einsparungspotenzial. "Fast 10.000 junge Menschen könnten bei Rettungs- und Hilfsorganisationen einen vollwertigen Job finden. Diese Gruppe ist sicher in ihrer Tätigkeit auch hoch motiviert", erklärte Ebner.

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