Bayr besorgt über Funkstille bei UN-Klimakonferenz

Beratungen offenbar ins Stocken geraten - Notwendige Reduktion von Treibhausgasen endlich vertraglich festlegen

Wien (OTS/SK) - "Die aktuell laufenden Verhandlungen bei der UN-Klimakonferenz in China scheinen ins Stocken geraten zu sein", zeigt sich Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung besorgt über bislang ausbleibende Erfolgsmeldungen. "Für einen erfolgreichen Abschluss eines dringend notwendigen Post-Kyoto-Abkommens bis Jahresende sind wesentliche Einigungen bei der laufenden Konferenz jedoch unabdingbar. Ich appelliere daher an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, das gemeinsame Ziel des Stopps der globalen Klimaerwärmung nicht aus den Augen zu verlieren und die notwendige Reduktion von Treibhausgasen endlich vertraglich festzulegen." An der Konferenz nehmen rund 2.500 Personen aus 160 Ländern teil. ****

"Ich erinnere daran, dass die Kosten dafür weitaus geringer sind als jene für die Folgen einer drastischen Klimaveränderung." Bayr verweist in dem Zusammenhang auf die vergleichsweise geringen Kosten der Eindämmung der Klimaerwärmung auf 2 Grad Celsius - die laut Stern-Report weltweit bei ein bis zwei Prozent des Bruttoglobalprodukts liegen - während Tatenlosigkeit und damit die durchschnittliche Erderwärmung auf über 2 Grad die Kosten mittelfristig auf bis zu 20 Prozent des Bruttoglobalproduktes ansteigen lassen würde.

Am als gescheitert geltenden Klimagipfel in Kopenhagen 2009 wurden seitens der reicheren Industrienationen Anschubfinanzierungen für Entwicklungsländer in der Höhe von bis zu 100 Milliarden Dollar pro Jahr zugesagt. Bislang wurde diese Zusage allerdings erst teilweise erfüllt. "Es steht außer Streit, dass die Entwicklungsländer finanzielle Unterstützung brauchen, um ihre Treibhausgas-Reduktionsziele erfüllen zu können", so Bayr, "ebenso braucht es finanzielle Mittel, um die für Entwicklungsländer besonders drastischen Folgen der bereits eingesetzten Klimaerwärmung bewältigen zu können. Hier den Sparstift anzusetzen, wäre von Seiten der reicheren Länder skandalös, töricht und kurzsichtig, da die Folgen selbstverständlich negative globale Auswirkungen haben."

Bayr betont, dass es notwendig sei, ein möglichst breites Klimaabkommen zu verabschieden, bei dem auch die sogenannten Schwellenländer, wie China, Indien und Brasilien mit einbezogen werden. "Wir brauchen die Zusammenarbeit aller Länder für unser gemeinsames Ziel, die Klimaerwärmung auf 2 Grad Celsius zu beschränken", so die SPÖ-Umweltsprecherin. (Schluss) sa/mp

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