AK: Schluss mit unerbetenen Werbeanrufen!

Justizministeriums-Entwurf bietet zu wenig Schutz im Kampf gegen Telefonkeiler - AK verlangt: Verträge sollen bei unzulässigen Werbeanrufen nichtig sein!

Wien (OTS) - Stopp den unerwünschten Werbeanrufen, verlangt die
AK. Unerbetene Werbeanrufe, sogenanntes Cold Calling, belästigen nach wie vor viele Konsumenten. Derzeit ist zwar unerwünschtes Telefonmarketing verboten, aber: Die dabei abgeschlossenen Verträge sind gültig. "Damit muss Schluss sein", fordert AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. Jedoch: Der Gesetzesentwurf der Justizministerin im Kampf gegen die Telefonkeiler ist in der Praxis keine Lösung. Es gibt nur ein Rücktrittsrecht. Das ist zu wenig Schutz. Die AK verlangt: Bei unzulässigen Werbeanrufen geschlossene Verträge sollen nicht gültig sein - so wie im Koalitionsabkommen vereinbart.

Konkret verlangt die AK: Wird der Vertrag auf Drängen des Unternehmens über das Telefon abgeschlossen, soll er künftig bis zur schriftlichen Bestätigung des Konsumenten unwirksam sein. Eine Vereinbarung darüber gibt es im Regierungsübereinkommen - die sollte auch umgesetzt werden. "Belästigende Telefonanrufe werden so rasch an Attraktivität verlieren, da der Rücklauf an schriftlichen Vertragsbestätigungen gering sein dürfte", sagt Zimmer.

In der Praxis bleiben die Anrufer gerne anonym: "Sie haben gewonnen" - so beginnen viele Werbeanrufe. Die Unternehmen nennen meist nur einen Firmennamen, der Sitz des Unternehmens und eine Telefonnummer wird Verbrauchern so gut wie nie mitgeteilt. Umgekehrt haben es Telefonkeiler auf die Stamm- und Kontodaten der Betroffenen abgesehen, um den vermeintlichen Gewinn zu überweisen. Wer sich in ein Gespräch verwickeln lässt und leichtsinnig persönliche Daten preisgibt, dem blüht oft böses Erwachen beim Blick auf den nächsten Kontoauszug. Oft wissen Konsumenten gar nicht, dass ihnen ein Vertrag untergejubelt wurde. Sie müssen dann zu allem Überfluss auch noch selbst aktiv werden, um Zahlungsaufforderungen abzuwehren. "Das kann oft sehr mühsam und beschwerlich werden, gerade für ältere Personen", betont Zimmer.

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