Weltmissions-Sonntag: Bischöfe rufen zu weltweiter Solidarität auf

Am 24. Oktober wird in der katholischen Kirche für die 1.100 ärmsten Diözesen gesammelt

Wien, 08.10.10 (KAP) Am kommenden Weltmissions-Sonntag, 24. Oktober, wird in der katholischen Kirche weltweit für die rund 1.100 ärmsten Diözesen gesammelt. Österreichs Bischöfe und der austro-brasilianische Bischof Erwin Kräutler rufen die Gläubigen auf, diese "größte Solidaritätsaktion der Welt" tatkräftig zu unterstützen. Kardinal Christoph Schönborn betont, dass die Sammlung "lebensnotwendig" sei, denn durch sie könnten "die armen Diözesen leben".

Bischof Kräutler, der für seinen Einsatz für die Rechte der indigenen Völker und Landlosen im Amazonasgebiet den Alternativen Nobelpreis 2010 erhält, spricht vom "Treibstoff" für viele kirchliche Dienste, den die Sammlung bereitstelle.

Gesammelt wird in allen Pfarren der Welt, auch in den ärmsten. Somit trägt jeder etwas zu der Aktion bei. Die Sammelergebnisse werden nach Rom in die Zentrale der Päpstlichen Missionswerke gemeldet und von dort aus weltweit koordiniert, damit eine faire Verteilung möglich und niemand vergessen wird.

"Die Lebenskosten der Priester, die die Gemeinden nicht tragen können, werden von den Päpstlichen Missionswerken bezahlt. Oft können die Menschen den Priester gerade einmal mit Nahrung versorgen, aber das ist auch schon alles," bestätigt Enrique Figaredo, Bischof in Battambang in Kambodscha.

Österreichs Bischöfe gehen in ihrem aktuellen Hirtenwort zum Weltmissionssonntag ebenfalls auf Kambodscha ein. Ebenso wie das Land sei auch die Kirche nach wie vor schwer von der Schreckensherrschaft der Roten Khmer unter Pol Pot und dem Mord an 1,7 Millionen Menschen gezeichnet. Nahezu alle Priester und Bischöfe seien damals Opfer des Terrorregimes geworden. Die Kirche befindet sich inzwischen aber wieder im Aufbau, betonen die Bischöfe: "Die 24.000 Katholiken Kambodschas sind weniger als ein Prozent der mehrheitlich buddhistischen Bevölkerung. Doch gerade diese Kirche setzt sich unermüdlich für die Menschen ein."

Organisiert wird die Sammlung in Österreich von den Päpstlichen Missionswerken/"Missio" (Infos: www.missio.at).

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