Führungskräfte Monitor: Vorgesetzte würden gerne weniger arbeiten

Wien (OTS) - Die rund 500.000 Arbeitnehmer/-innen mit Leitungsfunktion sind deutlich zufriedener in ihrem Job als die übrigen Beschäftigten. Sie erreichen 111 Punkte im Arbeitsklima Index, Nicht-Führungskräfte 107 Punkte. Die Mehrheit der Führungskräfte würde allerdings eine Reduktion der eigenen Arbeitszeit begrüßen.

Sowohl bei vollzeitbeschäftigten Führungs- als auch Nicht-Führungskräften ist die durchschnittliche Wochenarbeitszeit seit dem Vorjahr um eine Stunde gestiegen. Vollzeitbeschäftigte Führungskräfte kommen auf 45 Wochenstunden, Nicht-Führungskräfte auf 42 Wochenstunden.

Obwohl Führungskräfte tendenziell länger arbeiten als Befragte, die in keiner leitenden Position beschäftigt sind, sind sie nicht unzufriedener mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 77 Prozent der Führungskräfte und 79 Prozent der Nicht-Führungskräfte geben an, Privatleben und Beruf zumindest "gut" vereinbaren zu können.

Dafür sind Führungskräfte öfter Zeitdruck ausgesetzt: 39 Prozent leiden darunter (Nicht-Führungskräfte 28 Prozent). Mit 52 Prozent würde es die Mehrheit der Führungskräfte begrüßen, in Zukunft weniger arbeiten zu müssen!

Der Unterschied zwischen Führungskräften und Nicht-Führungskräften in der Arbeitszufriedenheit generell hat sich in den vergangenen Jahren vergrößert. Während die Arbeitszufriedenheit bei den Führungskräften mit aktuell 111 nach 112 Indexpunkten in den Jahren 2008 und 2009 auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten stabil geblieben ist, weist der Arbeitsklima Index bei den Nicht-Führungskräften einen Rückgang von 109 auf 107 Indexpunkte auf.

Gefragt, für wie sicher sie den eigenen Arbeitsplatz halten, sind Personen mit Leitungsfunktion deutlich optimistischer als die übrigen Beschäftigten. 41 Prozent bezeichnen ihren Arbeitsplatz als "sehr sicher", weitere 50 Prozent sind sich "ziemlich sicher". Bei den Personen ohne Leitungsfunktion sind sich nur 25 Prozent "sehr sicher", 58 Prozent "ziemlich sicher". Das bedeutet, dass nur neun Prozent der Führungskräfte, dafür aber 17 Prozent der Nicht-Führungskräfte ihren Job als gefährdet ansehen.

Der Führungskräfte Monitor basiert auf den Daten des Österreichischen Arbeitsklima Index, der von der Arbeiterkammer gemeinsam mit den Instituten SORA und IFES entwickelt wurde. Rund 15 Prozent der Befragten des Arbeitsklima Index erfüllen Leitungsaufgaben. Damit ergibt sich hochgerechnet die Zahl von mehr als 500.000 Führungskräften in Österreich. Diese Gruppe umfasst Vorarbeiter/-innen der Industrie und Filialleiter/-innen im Handel ebenso wie Geschäftsführer/-innen der Privatwirtschaft oder leitende Angestellte der öffentlichen Verwaltung. Informationen zum Österreichischen Arbeitsklima Index unter www.arbeiterkammer.com .

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