Mölzer: Ankara betreibt gefährliches Doppelspiel mit Auslandstürken

Außenminister Davutoglu fordert Türken zur Integration auf und Premier Erdogan protegiert türkische Parallelgesellschaften - Erweiterungsspuk sofort beenden!

Wien (OTS) - Als vollkommen unglaubwürdig bezeichnete heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, die Aussage des türkischen Außenministers Ahmet Davutoglu, daß in Österreich lebende Türken Deutsch lernen müssen. "Offenbar soll den Österreichern eine Beruhigungspille verabreicht werden. Denn bisherige Äußerungen von türkischen Spitzenpolitikern, allen voran Ministerpräsident Erdogan, gehen in die gegensätzliche Richtung", betonte Mölzer.

Dabei wies der freiheitliche EU-Mandatar auf das Doppelspiel hin, welches Ankara betreibe. "Auf der eine Seite fordert Davutoglu seine im Ausland lebenden Landsleute zur Integration auf, und auf der anderen Seite tritt Erdogan als Protektor der türkischen Parallelgesellschaften in Europa auf, wie die Aussagen des Regierungschefs, wonach Assimilation ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit sei und er die europäische Kultur mit türkischen impfen wolle, bestätigen. Glaubwürdigkeit sieht jedenfalls anders aus", so Mölzer.

Deshalb sei davon auszugehen, daß die Regierung in Ankara die in Europa lebenden Türken als Instrument betrachte, um Druck auf die Europäische Union auszuüben, erklärte der freiheitliche Europa-Abgeordnete. "Somit besteht ein Grund mehr, dem Erweiterungsspuk in Kleinasien ein Ende zu bereiten und mit der Türkei Verhandlungen über eine privilegierte Partnerschaft zu beginnen", schloß Mölzer.

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