Ist Unmenschlichkeit NOT-wendig in Österreich?

Wien (OTS) - Mag sein, dass die Gesetze eines der reichsten Länder der Welt zulassen oder gar fordern, Kinder ins Gefängnis zu sperren, um sie "abzuschieben".

Mag sein, dass die Gesetze es zulassen oder gar fordern, dass Kinder eine Gefängniszelle als den letzten Eindruck von einem der reichsten Länder mitnehmen, bevor sie außer Landes gebracht werden. Mag sein, dass in Österreich derart unmenschliche Gesetze in Kraft stehen.

Dann wird es Zeit, den Grund für diese Unmenschlichkeit zu beseitigen. Damit die Polizei und die Politiker nicht mehr sagen müssen: "Das ist menschlich hart, aber die Gesetze fordern es!"
Als Rektor einer Universität mit einem (zur Ehre dieses Landes und der Universität!) überaus hohen Ausländeranteil an Lehrenden und Studierenden, als Rektor einer Universität der ständig befasst ist mit unsinnigsten Asylproblemen von zugelassenen StudienbewerberInnen als Bürger eines der reichsten und den Werten von Demokratie und Menschenrecht verpflichteten Landes fordere ich die "anständigen" Politiker dieses Landes auf:

Wenn ihr euch fürchtet vor einer angeblichen Mehrheit der Unmenschlichkeit in diesem Land, dann macht eine Volksabstimmung über ein Gesetz, das es verbietet, Kinder in Schubhaft zu nehmen und das Menschen, die mindestens 5 Jahre in Österreich unbescholten leben, arbeiten und Steuern zahlen, ein Recht auf Aufenthalt in diesem Land gewährt.

NOT-wendig ist nicht Unmenschlichkeit! NOT-wendig ist die Beseitigung von Unmenschlichkeit. Auch und gerade in einem Rechtsstaat!

Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien

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