VIER PFOTEN: Nach Bissunfällen sind die Tierheime voll - neue Kapazitäten müssen geschaffen werden!

Wien (OTS) - Tierheime haben es derzeit nicht leicht - aufgrund
der neuen Hundeverordnungen und der Bissunfälle der letzten Wochen werden vor allem Tiere der Rasseliste vermehrt abgegeben. Dabei sind sogenannte "Listenhunde" nicht gefährlicher als andere Hunde, bestätigen ExpertInnen im In- und Ausland. Für Unfälle ist letztendlich doch immer der Mensch verantwortlich.

"Außerdem nehmen bereits einige Länder die Rasselisten zurück, da kein Unterschied in der Häufigkeit von Beissvorfällen zu verzeichnen war." meint Ursula Aigner, Geschäftsführerin des Vereins PFOTENHILFE. Die PFOTENHILFE ist ein Kooperationsprojekt der internationalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN.

Gerade solche "Listenhunde" haben es in konventionellen Tierheimen besonders schwer: Entweder aufgrund ihrer Rasse oder weil sie wegen ihres Verhaltens auffällig geworden sind, steht es schlecht um ihre Vermittlungschancen. Zusätzlich ist es gerade in großen Tierheimen mit mehreren hundert Hunden schwer, für diese Hunde ein geeignetes Trainingsprogramm zu erstellen und auch durchzuführen.

Es bedarf also einer neuen Tierheim-Strategie für schwer vermittelbare Hunde. Ein eigens für diese Hunde geschaffenes Tierheim, in dem effizient an der Resozialisierung gearbeitet werden kann und so die Vermittlung erst ermöglicht wird, kann die Überfüllung der anderen Tierheime langfristig reduzieren. "Gerade für verhaltensauffällige Hunde ist tägliches Training ausschließlich mit Motivation und Belohnung notwendig, damit sie wieder Vertrauen zum Menschen fassen und um sie auf ein neues Zuhause vorzubereiten. Nur das garantiert eine freundschaftliche Mensch-Hund-Beziehung und beugt Unfällen vor."

Verantwortungsbewusste NeubesitzerInnen haben dann die Möglichkeit, vom Wissen und Therapieerfolg der HundetrainerInnen zu profitieren. Denn eine Vermittlungsbegleitung durch geschultes Personal ist selbstverständlich und garantiert eine optimale Vermittlung.

"Ein derartiges Konzept ist bereits in Planung, es fehlen aber noch große Unterstützer und Sponsoren." so Aigner abschließend, "aber wir wollen uns für diese Hunde einsetzen. Auch schwer vermittelbare Hunde haben eine zweite Chance verdient. Nicht zuletzt sind sie durch falschen Umgang in diese Situation gekommen."

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