GBH-Kärnten: Gezielte Maßnahmen gegen die Winterarbeitslosigkeit am Bau!

Während Wirtschaftsforschungsinstitute für 2010 und 2011 je ein Gesamt-wachstum zwischen 1,8% und 2% prognostizieren, trifft dies auf die Bauwirtschaft noch nicht zu.

Klagenfurt (OTS) - (GBH/ÖGB). Obwohl bei den Arbeitslosen im Bau-und Baunebengewerbe ein leichter Rückgang festzustellen ist, wird das Niveau von 2008 so schnell nicht erreicht werden. Mit gezielten Maßnahmen muss hier versucht werden, rechtzeitig gegen zu steuern!++++

Um gegen die Arbeitslosigkeit am Bau, speziell in den Wintermonaten gegen zus teuern, bieten das Arbeitsmarktservice Kärnten (AMS), die Landesinnung Bau der Wirtschaftskammer Kärnten sowie die Gewerkschaft Bau-Holz Kärnten beschäftigungslosen Personen spezielle Qualifizierungsmaßnahmen an. Ziel-gruppe für die vom AMS beauftragten und von BFI, WIFI und Bauakademie durch-geführten Kurse sind beschäftigungslose Personen aus dem Bau- und Bauneben-gewerbe, sowohl Hilfs- als auch Fachkräfte. Diese sollen die Winterzeit sinnvoll zur Höherqualifikation nützen, um danach bessere Chancen am Arbeitsmarkt zu haben. Die Kursmaßnahmen reichen von CAD-Schulungen über Turmdrehkran-führerInnen-Ausbildungen bis hin zu Polierausbildungen. Weiters gibt es Förderungen für Bauhandwerker in den Bauhandwerkerschulen.

Daten und Fakten Qualifizierungsoffensive BAU:

Das Kursprogramm für das Bau- und Baunebengewerbe umfasst insgesamt 30 Kurse für 560 Personen. Das AMS Kärnten wendet dafür 650.000 Euro auf.

Thermische Sanierung: Mehr = Weniger!

Die Informationskampagne der Wirtschaftskammer Kärnten in Kooperation mit der Gewerkschaft Bau-Holz.
Drei Gewinner gibt es bei der thermischen Sanierung: Die Hausbesitzer, die Wirtschaft und unsere Umwelt. Auf der einen Seite ermöglicht eine Sanierung große Energiekosteneinsparungen für Hauseigentümer und es werden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen -auf der anderen Seite kommt es aber auch zu einer Reduzierung der Treibgasemissionen. Die Kampagne zeigt, dass es bei vielen Altbauten großes Einsparungspotenzial beim Energieverbrauch gibt, wenn Sanierungsmaßnahmen planvoll und umsichtig von Professionisten ausgeführt werden. Weiters wird man über Fördermöglichkeiten informiert.

Parallel dazu startete die Gewerkschaft Bau-Holz gemeinsam mit 14 Partnern aus den verschiedensten Institutionen unter dem Motto:
"Jetzt für unsere Kinder investieren!" die bundesweite Nachhaltigkeitsinitiative "UMWELT + BAUEN". Ziel der Initiative ist es, die Politik und Öffentlichkeit von der unbedingten Notwendigkeit intelligenter, nachhaltiger Investitionen in Umwelt- und Baumaßnahmen zu überzeugen. Gemeinsam mit 70 ExpertInnen wurden dazu 4 Kernziele erarbeitet. Diese sind - neben dem Erhöhen des Neubauangebotes an leistbaren Wohnungen und dem Bau von zukunftsweisenden öffentlichen Verkehrsverbindungen und Bildungseinrichtungen - auch der Umstieg auf erneuerbare Energien und Steigerung der Sanierungsrate. "Wir dürfen uns nicht in die nächste Krise hineinsparen, sondern wir müssen uns aus einer möglichen nächsten Krise herausinvestieren", erklärt der Initiator der Initiative Baugewerkschafter und Abg. z. NR Josef Muchitsch, dass die bevorstehende Budgetkonsolidierung nicht auf Kosten von Wirtschaftswachstum stattfinden darf.

"Derzeit versteht niemand, dass die Politik offenbar nicht genug unternimmt, um die Klimaziele 2020 zu erreichen. Immerhin müssen wir deshalb alleine bis 2012 ins-gesamt 531 Millionen EURO Strafe nach Brüssel zahlen. Unverständlich ist weiter, dass das Erfolgsmodell Sanierungscheck 2009 nicht fortgesetzt wird. Dadurch werden private Investitionen in die Sanierung wieder rückläufig. Interessant am Sanierungscheck ist, dass der Finanzminister durch die Investitionen doppelt so hohe Einnahmen aus Umsatz- und Lohnsteuer lukrieren könnte, als er an För-derungen nachträglich ausschüttet. Um die von der Bundesregierung angestrebte Sanierungsrate von 3% zu erreichen, bedarf es daher zusätzlicher Fördermittel im Ausmaß von EUR 300 Millionen jährlich für die thermische Sanierung. Damit würde ein Investitionsvolumen für die Gebäude- und Heizungssanierung von rund 2 Milliarden Euro ausgelöst und bis zu 28.000 Arbeitsplätze gesichert und geschaf-fen. Anstatt Strafe zu zahlen sollten wir lieber in Arbeitsplätze und eine gesunde, leistbare und vor allem lebenswerte Zukunft für unsere Kinder investieren!" erklärt der Vorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz Kärnten John Subecz und steht voll hinter der bundesweiten einzigartigen Initiative.

Interessante Details zum Sanierungscheck 2009

Mit dem Sanierungscheck 2009 wurden alleine für den privaten Bereich 60,6 Millionen EURO zur Verfügung gestellt (insgesamt 100 Millionen EURO). Nach 12 Wochen waren diese Mittel ausgeschöpft. Insgesamt 14.393 Projekte wurden eingereicht und gesamt 483,3 Millionen Euro investiert. Dadurch wurden 7.000 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert und 34.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Rückfragen & Kontakt:

Gewerkschaft Bau-Holz Kärnten
Landessekretär Georg Steiner
0664/614 55 04
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GBH-Presse
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