Horner: Gemeinsam gegen grenzüberschreitende Bedrohung!

"Dreiländer-Protest gegen schwarz-gelben Atomwahnsinn"

Linz (OTS) - Gemäß einer Sage haben Treffen zwischen Bayern, Böhmen und Österreich auf dem Dreisesselberg Tradition. Dabei ging es um weise Entscheidungen für die drei Länder. Nach diesem Vorbild trafen sich heute sozialdemokratische Atomgegner aus Bayern, Tschechien und Österreich zu einer grenzüberschreitenden Pressekonferenz im Berggasthof Dreisessel im Bayerischen Wald.
Neben dem Fraktionsvorsitzenden der SPD-Fraktion im bayerischen Landtag, Markus Rinderspacher, SPD-Umweltsprecher Ludwig Wörner, dem Passauer SPD-Abgeordneten Bernhard Roos und der Vorsitzenden der Initiative gegen Atomgefahren "Südböhmische Mütter", Monika Machova-Wittingerova, nahm auch Oberösterreichs SPÖ-Landesgeschäftsführer Christian Horner am "Dreiländer-Protest gegen den schwarz-gelben Atomwahnsinn" teil.

CSU und FDP wollen die Bundesrepublik und Bayern bekanntlich weiterhin zu einem Atomstaat ausbauen. Neben dem geplanten Ausbau des störanfälligen tschechischen Kernkraftwerkes Temelin und eines womöglich zukünftigen Endlagers direkt an der bayerischen Grenze sollen nun sogar die Laufzeiten des veralterten Kraftwerkes Isar 1 bei Landshut verlängert werden.

Horner verwies auf die lange Anti-AKW-Tradition in Oberösterreich. "Aus oberösterreichischer Sicht ist nicht nur Temelin, sondern auch das grenznahe bayerische Uraltkraftwerk Isar 1 besonders bedenklich. Das Vorgehen der deutschen Bundesregierung war ganz sicher nicht im Sinn gutnachbarlicher Beziehungen, weil es keinerlei Information gab, die eigentlich nach EU-Recht zwingend wäre. Außerdem ist das Vorgehen von Schwarz-Gelb ein offener Affront gegenüber der Bevölkerung, weil die wirtschaftlichen Interessen der Atomlobby über die Sicherheits-und Zukunftsinteressen der Bevölkerung gestellt werden", so der SPÖ-Landesgeschäftsführer. Die SPÖ Oberösterreich unterstütze deshalb alle Aktivitäten der österreichischen Bundesregierung bei der deutschen Regierung gegen das bedrohliche atomare "Comeback" in der Bundesrepublik. "Wir setzen auch weiter auf eine enge Zusammenarbeit mit der bayerischen SPD im Protest gegen die Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke!".
Horner verwies auch darauf, dass die SPÖ Oberösterreich zur Teilnahme an der großen Anti-AKW-Demonstration am Samstag, 9. Oktober um 13 Uhr in München aufgerufen habe und für Atomgegner auch Busfahrten anbiete.

Zur Koordination der gemeinsamen Anti-AKW-Aktivitäten traf Horner bereits am vergangenen Freitag in München mit der Generalsekretärin der Bayern-SPD, Natascha Kohnen, zusammen. Bei diesem Treffen wurde eine enge Zusammenarbeit in dieser für die bayerische und oberösterreichische Bevölkerung so wichtigen Angelegenheit vereinbart.

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