Bischof Küng mahnt Europarat zum Schutz der Gewissensfreiheit

Parlamentarische Versammlung stimmt am Donnerstag über "McCafferty-Bericht" ab

Die Diskussion über dieses Thema sei "besorgniserregend", da ein positives Votum über den Bericht dazu führen würde, dass etwa christlich geführte Spitäler ebenfalls all jene Leistungen einführen müssten, die gegen ihr eigenes christliches Ethos sprächen wie etwa das Angebot von Abtreibungen oder - je nach rechtlicher Lage -assistierter Euthanasie. "Dies bringt Krankenhäuser und ihr Personal in eine sehr schwierige Situation", mahnte Küng, der in der Österreichischen Bischofskonferenz für die katholischen Krankenanstalten zuständig ist.

Die Gewissensfreiheit gehöre dagegen zu den "Grundrechten des Menschen", d.h. niemand dürfe gezwungen werden, "etwas zu tun, was seinem Gewissen - und den in der Schöpfung selbst verankerten Geboten - widerspricht". Mit der Annahme des "McCafferty-Berichts" würde versucht, die Gewissensfreiheit des Einzelnen einzuschränken; ebenso solle das Grundrecht auf Gewissensfreiheit auf Individuen reduziert werden. Daher appellierte Küng an die Mitglieder der Parlamentarischen Versammlung, von ihrer Gewissensfreiheit im Moment der Abstimmung Gebrauch zu machen "und es anderen zu ermöglichen, ihre Gewissensfreiheit auch weiterhin zu wahren."

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