Spindelegger: "Energie für bessere Lebensbedingungen in Bhutan"

Österreich unterstützt flächendeckende Energieversorgung Bhutans

Wien (OTS) - "Energie bedeutet Lebensqualität und Fortschritt. Mit dem heute unterzeichneten Kreditvertrag wird es möglich sein, mehr als 1000 Haushalte in Bhutan mit elektrischem Strom zu versorgen. Das verbessert die Lebensbedingungen deutlich und hilft dem Klimaschutz, da die Menschen nicht wie bisher auf Brennholz oder Kerosin angewiesen sind", so Außenminister Spindelegger anlässlich der feierlichen Unterzeichnung eines Kreditvertrags für ländliche Elektrifizierung zwischen Österreich und Bhutan über 5,8 Mio. Euro. Mit dem Kreditvertrag wird der Stromanschluss von elf Bergbauerndörfern in Laya Gewog, im Norden Bhutans, in über 3.000 m Seehöhe finanziert.

Das Projekt ist ein weiterer Puzzlestein eines umfassenden Engagements Österreichs für die Energieversorgung bhutanischer Dörfer. Österreich unterstützt Bhutans ambitioniertes Ziel, das gesamte Land bis 2013 an das Stromnetzwerk anzuschließen. "Seit mehr als 15 Jahren ist es uns ein Anliegen, Bhutan im Rahmen der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit beim kontinuierlichen Ausbau der Wasserkraft und der Elektrifizierung ländlicher, schwer zugänglicher Gebiete zu unterstützen. Österreich verfügt über die die Expertise und die geeignete Technologie für die sensible Landschaft in Bergregionen. So konnten bis Ende 2008 bereits etwa 1700 Haushalte mit österreichischen Mitteln an das nationale Stromnetz angeschlossen werden", so die erfreuliche Zwischenbilanz des Außenministers.

Darüber hinaus ist das Projekt auch ein gutes Beispiel wie Entwicklungszusammenarbeit Hand in Hand mit wirtschaftlichem Engagement gehen kann: "Die Produktion und der Export von Strom sind heute Motor der bhutanischen Wirtschaft. Etwa 40 Prozent der nationalen Einnahmen kommen aus diesem Bereich, nach Ablauf des aktuellen Fünfjahresplans werden es wahrscheinlich sogar 60 Prozent sein", so Spindelegger und führte fort: "Es freut mich das Bhutan auf die nachhaltige Nutzung von Wasserkraft setzt. Österreich war maßgeblich am Bau zweier Kraftwerke beteiligt, die heute rund 27 Prozent des landesweiten Energiebedarfs abdecken. Durch technische Hilfe, Know-how-Transfer und zahlreiche Ausbildungsmaßnahmen konnte so ein nachhaltiger Betrieb der Anlagen auch in Zukunft sichergestellt werden."

Immer mehr Bedeutung erhält auch die marktgerechte Finanzierung des Ausbaus der Wasserkraft. Das Kraftwerk Dagachhu ist das erste Projekt, das auf kommerzieller Basis finanziert wird. Die Finanzierung des Wasserkraftprojekts wurde vom Trade Finance Magazine als "Trade Finance Deal of the Year 2009" prämiert.

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