Efeu-Mosaik von Heimo Zobernig eröffnet

Kunst im öffentlichen Raum - an der UStrab Station Laurenzgasse, 1050 Wien - wurde gestern abend offiziell eröffnet.

Wien (OTS) - Ohne Titel nennt der österreichische Künstler Heimo Zobernig sein, für die unterirdische Straßenbahnstation Laurenzgasse entworfenes, Bisazza- Mosaik. Er gibt dieser Arbeit bewusst keinen Namen, um Assoziationen nicht einzuengen oder festzulegen.

Ohne Titel ist auf ungewöhnliche Weise bedeutungsreich und verschränkt Dinge miteinander, die üblicherweise streng getrennt sind: sowohl Innen und Außen als auch Oben und Unten verkehren sich, die Efeuranken einer Außenwand wandern als abstrahiertes Mosaikbild in einen Innenraum unter der Erde, ein üppiges Biotop kreuzt sich mit einem sachlichen Verkehrsbauwerk, sattes Grün pixelt sich computerartig auf. Inmitten eines Raums nüchterner Pragmatik beginnt dadurch ein Illusionsspiel aus fiktiver Raumtiefe, Stufen figurativer Abstraktion und personaler Interaktion. Die ornamentale Gestaltung der Passagenwände verbindet eine der ältesten Bildtechniken mit moderner Technologie. Die Pixel der Fotoauflösung korrespondieren mit der Größe der Glas-Mosaik-Steine. Für Zobernig sind es Fiktionen, die Menschen zur Anregung brauchen. Es sind selbst konstruierte Vexierbilder, die die Wahrnehmung beschäftigen. Es sind Tiefenillusionen und Farbkontraste, die den Augen Spaß bereiten.

Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny über das Projekt: "Mit der Arbeit von Heimo Zobernig, der in einprägsamer Weise die Beziehung zwischen Natur und Großstadt thematisiert, setzen wir die erfolgreiche Zusammenarbeit von KÖR und den Wiener Linien fort. Durch diese und weitere Kooperationen wird Kunst im öffentlichen Raum noch stärker in den Alltag der Wienerinnen und Wiener integriert."

Ausgangssituation für die künstlerische Gestaltung der UStrab-Station Laurenzgasse

Im Herbst 2009 wurde damit begonnen, die Stationen der Unterpflasterstraßenbahn (UStrab) zu revitalisiert mit dem Ziel, eine permanente künstlerische Gestaltung zu finden, die den Ort aufwerten und eine zeitgemäße Atmosphäre schaffen sollte. Die Wiener Linien waren an KÖR herangetreten, um für diese erste Station eine künstlerische Bespielung (in einem Verfahren ähnlich dem in der U2 Station Novaragasse, das von Ingeborg Strobl geschaffen wurde) im Eingangsbereich Zwischengeschoss anzudenken. Aus dem von KÖR Kunst im öffentlichen Raum geladenen diskursiven Verfahren wurde das Projekt von Heimo Zobernig ausgelobt. Sein künstlerischer Entwurf wurde in der Folge in die Planung der baulichen Umgestaltung miteinbezogen. "Seit fast 20 Jahren begleiten Kunstwerke und Artefakte die Passagiere der Wiener U-Bahn. Mit der neu sanierten UStrab-Station Laurenzgasse wird nun auch eine Straßenbahn-Station durch eine Kunstinstallation aufgewertet. Stationen des Öffentlichen Verkehrs sind urbane Räume. Uns ist wichtig, dass Stationen nicht nur funktional, sondern auch Orte zum Wohlfühlen sind. Die Kunstinstallation von Heimo Zobernig macht die Station Laurenzgasse zu etwas Besonderem im Netz der Wiener Linien", so Wiener Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Bis Ende 2011 werden auch die UStrab-Stationen Kliebergasse, Blechturmgasse, Matzleinsdorferplatz und Eichenstraße saniert.

Kooperation KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien und Wiener Linien

KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien und die Wiener Linien sind eine langfristige Kooperation mit dem Ziel eingegangen, die Vergabe und Implementierung von Kunstprojekten im U-Bahn-Nahbereich bzw. Stationsbereich gemeinsam umzusetzen. Das Projekt von Heimo Zobernig in der Laurenzgasse ist ein weiteres Projekt von KÖR in Kooperation mit den Wiener Linien.

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Mag. Katharina Murschetz,
Presse KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien
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