Hundstorfer: Die Wirtschaft im Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung mit einbeziehen

Initiative "Marktplatz der Guten Geschäfte" bringt Unternehmen und NGOs zusammen

Wien (OTS/SK) - "Im Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung müssen alle zusammenarbeiten", sagte Sozialminister Rudolf Hundstorfer Montagabend im Rahmen eines Kamingesprächs zum Thema "Marktplatz der Guten Geschäfte", bei dem unter anderem auch Vertreter der Sozialpartner teilnahmen. Besonders die Wirtschaft müsse stärker in diesen Kampf eingebunden werden, denn Beschäftigung sei das beste Mittel gegen Armut und Ausgrenzung, so der Minister. Erfreulich seien daher die jüngsten Arbeitsmarktzahlen - in allen Bundesländern ist die Anzahl der Arbeitslosen rückläufig. "Ich wünsche uns allen, dass diese positive Entwicklung weiter anhält, aber trotzdem müssen wir Armutsgefährdung und sozialer Ausgrenzung aktiv entgegensteuern", betonte Hundstorfer. ****

Der Kampf könne nur dann erfolgreich sein, wenn "alle österreichischen Kräfte" - hier bezog Hundstorfer auch die Sozialpartner ein - zusammenarbeiten, um gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Hundstorfer appellierte besonders an Unternehmen, ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen. Gerechte Löhne, von denen die Menschen leben können, betriebliche Gesundheitsvorsorge und vor allem die Lehrlingsausbildung seien die Basis für die Bekämpfung von Armut.

Ein Beispiel dafür, wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit aussehen kann, sei der "Marktplatz der Guten Geschäfte" - eine Initiative des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK), die anlässlich des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung im Mai 2010 begründet wurde. Der "Marktplatz" fungiere als Plattform, auf der Unternehmen und NGOs zusammengeführt werden, um nichtmonetäre Tauschvereinbarungen abzuschließen, von denen beide Seiten profitieren. "Diese Methode ist ein geeignetes Mittel, um Lösungen im Interesse des Gemeinwohls zu entwickeln. Aus der Initiative sind bereits viele wichtige Projekte hervorgegangen, die zeigen, dass man viel bewegen kann, um zur Minderung von Armut beizutragen", betonte der Sozialminister. Die Plattform ermögliche eine "Art und Weise des Miteinanders und der Begegnung", die es Wert ist, weiter betrieben und gefördert zu werden, denn "der Grundgedanke muss weitergetragen werden", sagte Hundstorfer. Der Sozialminister bedankte sich abschließend bei allen Beteiligten der Initiative und überreichte den Teilnehmern des ersten Marktplatzes in Niklasdorf eine Urkunde. (Schluss) sc/sv

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