Neues Volksblatt: "Zukunft" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 30. September 2010

Linz (OTS) - Nichts dokumentiert eindringlicher die Brisanz des Themas Pensionen als der Umgang mit dem Bericht der Pensionskommission. Sie verschiebt ihre Empfehlungen auf das Jahr 2011, und alle sind zufrieden, weil man die schlechten Nachrichten für eine Weile vom Tisch hat. Nein, natürlich hat da jetzt niemand Angst bekommen, dass vor der Wien-Wahl dieses heikle Thema politisch doch nicht ganz opportun ist. Natürlich geht es nur um eine Überarbeitung auf Basis reellerer Zahlen, und natürlich wird im kommenden Jahr alles anders aussehen.
Aber auch wenn sich herausstellt, dass der Bundeszuschuss doch nicht auf über 28 Milliarden Euro bis zum Jahr 2060 explodieren wird, und dass natürlich die staatlichen Pensionen in ihrer ganzen Höhe gesichert sind: An der grundsätzlichen Pensionsthematik wird man sich nicht dauerhaft vorbeischwindeln können. Irgendwann werden die heute Jungen vielleicht doch draufkommen, dass sich derzeit in der Diskussion am lautesten die nicht Betroffenen zu Wort melden. Mit Verlaub und allem Respekt vor der älteren Generation: Wer jetzt in Pension ist, hat nicht wirklich etwas zu befürchten. Es geht um die Zukunftsfähigkeit des Pensionssystems, und es geht daher um die Zukunft der Jungen, wenn sie alt sind.

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